Johannes Willinges

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Johannes Willinges (* um 1560 in Oldenburg; † 14. August 1625 in Lübeck) war ein seit 1590 in Lübeck tätiger Maler und der führende Vertreter des norddeutschen Manierismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willinges stammte aus Oldenburg. Es wird angenommen, dass er seine Ausbildung in Venedig erhielt. Starke Einflüsse von Tintoretto, Jan Sadeler I., Crispijn de Passe I. und Adrian Collaert spiegeln sich in seinem Werk. Sein erstes erhaltenes Werk Die Verklärung Christi schenkte er 1586 der Lambertikirche (Oldenburg).

Ab 1587 ist Willinges in Lübeck nachgiewesen, wo er seine Gesellenzeit verbrachte. Am 9. Oktober 1589 heiratete er in Lübeck Gesina von Zwolle, die Witwe eines Amtsmeisters, und legte 1590 seine Meisterprüfung ab. 1594 und 1605 war er Ältermann des Amtes der Maler.

Der Großteil seines Werkes in Lübeck ist durch den Luftangriff auf Lübeck am 29. März 1942 weitgehend verloren, soweit es sich in der Marienkirche (Bemalungen am Lettner, mehrere Epitaphien) und der Petrikirche (Epitaphien) befand. Erhalten blieb in der Marienkirche sein Gemälde für das Epitaph des Ratsherrn Hinrich Wedenhoff (1592) mit einer Darstellung der Vision der Auferweckung nach Ezechiel 37, das heute im südöstlichen Chorumgang hängt. Sehenswert sind seine Gemälde im Haus der Lübecker Kaufmannschaft.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Epitaph Wedenhoff

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Johannes Willinges – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Elfriede Heinemeyer: Die Baugeschichte der St. Lambertikirche von den Anfängen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, in: Reinhard Rittner (Hrsg.): Oldenburg und die Lambertikirche, Holzberg, Oldenburg 1988, ISBN 3-87358-307-0, S. 63-96, hier S. 73 f.
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