Joon Wolfsberg

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Joon Wolfsberg
Joon Wolfsberg Live auf der Bühne in Bautzen in 2017.
Joon Wolfsberg Live auf der Bühne in Bautzen in 2017.
Allgemeine Informationen
Herkunft Erfurt, Thüringen, Deutschland
Genre(s) Alternative Rock
Gründung 2012
Website www.joon-wolfsberg.com
Gründungsmitglieder
Joon Wolfsberg
Joe Wolfsberg
Aktuelle Besetzung
Joon Wolfsberg
Joe Wolfsberg
Toni Funk
Michael Nowatzky
Joon Wolfsberg Live in 2015.

Joon Wolfsberg (* 8. März 1992 in Köln) ist eine deutsche Singer-Songwriterin aus Erfurt, sowie Namensgeberin und Gründerin der Band „Joon Wolfsberg“.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joon Wolfsberg besuchte seit dem 6. Lebensjahr die staatliche Musikschule in Erfurt. Dort erhielt sie Klavier-, Schlagzeug- und Gesangsunterricht. Das Gitarrenspiel erlernte sie autodidaktisch. Nach ihrem Abitur 2010 widmete sie sich ganz der musikalischen Karriere. Joon Wolfsberg trat bereits zu dieser Zeit mit ihren eigenen Songs als Straßenmusikerin auf.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von 15 Jahren begann sie 2007 eigene Songs zu schreiben. 2008 komponierte Joon Wolfsberg, damals noch unter ihrem Künstlernamen „Joon W.“,[1] einen Song für ein Projekt des Sängers Will.i.am von den Black Eyed Peas.[2] Seit 2011 schreibt sie ihre Songs gemeinsam mit Joe Wolfsberg, welcher auch alle Alben produziert hat.

Joon Wolfsberg im März 2012

2011 nahm sie im Januar und Februar in Nashville im „Tracking Room Studio“ ihr Debütalbum Made In USA gemeinsam mit Dave Roe (letzter Bassist von Johnny Cash), Buddy Hyatt (Pianist bei Toto), Shawn Fichter (Schlagzeuger von Peter Frampton) auf.[3]

Am 1. April 2011 wurde davon zuerst eine digitale Version auf Downloadportalen wie iTunes oder Amazon zum Verkauf angeboten. Am 14. Mai 2011 wurde dann auch die physische Kopie für den Verkauf veröffentlicht.

Die darauf enthaltene Single „Please“ erreichte unter anderem in der Schweiz Popularität und wird dort seit 2011 regelmäßig vom Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) bei Radio Swiss Pop gespielt.[4]

Das Album „Made in USA“ verteilte sich im Laufe des Jahres 2011 auch in der etablierten Musikszene von Los Angeles. Dadurch kam es zum Kontakt mit Brad Smith (Bass) und Christopher Thorn (Gitarre) von der US-Band Blind Melon und dem Schlagzeuger Dave Krusen (Gründungsmitglied von Pearl Jam), mit denen sie dann im Januar 2012 in Nashville im „Tracking Room Studio“ das Album Wonderland aufnahm.[5]

Die Financial Times Deutschland wählte am 3. Juni 2012 das Wonderland-Album zum Album der Woche und vergab die Höchstpunktzahl 5.[6]

Ende 2012 gründete Joon Wolfsberg ihre erste Band in Deutschland. Im Januar 2013 nahm sie mit den neuen Bandmitgliedern Toni Funk (Gitarre) und Michael Nowatzky (Schlagzeug) das Album Revolujoon und im Januar 2014 das Album The Deluxe Underdog auf.

Der Rolling Stone wählte das Album The Deluxe Underdog auf Platz 9 der 52 schlechtesten Alben des zweiten Halbjahres 2014.[7]

Joon Wolfsberg ist Mitglied der „American Federation of Musicians“ (Nashville Musicians, AFM Local 257)[8] und Mitglied der National Academy of Recording Arts and Sciences Los Angeles, welche jährlich den Grammy Award vergibt.

Presse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Joon Wolfsberg wurde zwar in Köln geboren und wuchs in Erfurt auf – klingt aber ziemlich international. Irgendwo zwischen der Jefferson-Airplane-Sängerin Grace Slick, Folkrock-Elementen und ganz viel Joon Wolfsberg singt sich die von ihrem Vater produzierte 20-jährige Newcomerin durch echte Ohrwürmer. Einige ihrer Songs wie ‚Big Fish‘ oder ‚Free Your Mind haben‘ sogar Chartqualitäten. Gut – die Texte sind nicht immer das Gelbe vom Ei, aber geschenkt: Hier steht die Musik im Vordergrund. […]“

Willy Theobald: Financial Times Deutschland vom 3. Juni 2012.[9]

„Doch wenn man ihren ins Alt driftenden Gesang und den zwischen abgeklärtem Folk-Rock und in Nostalgie badenden Alternativ-Rock-Sound ihrer Band vernimmt, könnte man meinen, die Dame hätte schon viel mehr hinter sich als zwei Dekaden Leben.“

– Ostsee-Zeitung.de[10]

„Joon Wolfsberg, ‚The Deluxe Underdog‘: 1,5 Sterne. Halb Totenkopf, halb Rock-Chick – die Erfurterin müht sich an großem Blues-Rock ab.“

Fabian Broicher: Rolling Stone Magazin vom 9. Dezember 2014.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Green Boots (Demoalbum)
  • 2011: Made in USA (Debütalbum)
  • 2012: Wonderland
  • 2013: Revolujoon
  • 2014: The Deluxe Underdog
  • 2017: 1220 Wells Street

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joon Wolfsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfsberg, Joon im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.
  2. inmyname: In My Name — Amazing! Joon W. wrote her own song called, “take… In: tumblr.com. 3. Dezember 2008, abgerufen am 11. August 2017 (englisch): „Amazing! Joon W. wrote her own song called, “take a look,” and created a video as well. So great to see everyone’s creativity on display in support of the message.“
  3. Joon Wolfsberg – Made In USA (CD, Album), In: discogs.com, abgerufen am 11. August 2017.
  4. Please – Song – Musikdatenbank – Radio Swiss Pop In: radioswisspop.ch, abgerufen am 11. August 2017.
  5. Joon Wolfsberg – Wonderland (CD, Album) In: discogs.com, abgerufen am 11. August 2017.
  6. FTD-Rezension (Memento vom 4. Juni 2012 im Internet Archive)
  7. a b Fabian Broicher: Die schlechtesten Alben von Juli bis Dezember 2014. In: rollingstone.de. 9. Dezember 2014, abgerufen am 11. August 2017: „Joon Wolfsberg, 'The Deluxe Underdog': 1,5 Sterne. Halb Totenkopf, halb Rock-Chick – die Erfurterin müht sich an großem Blues-Rock ab.“
  8. Joon Wolfsberg In: nashvillemusicians.org, abgerufen am 11. August 2017.
  9. Financial Times Deutschland vom 3. Juni 2012. (Memento vom 4. Juni 2012 im Internet Archive)
  10. Erfurt, Seattle, Nashville – Ostsee-Zeitung (Memento vom 11. Februar 2013 im Webarchiv archive.is)