Josef Řezníček

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TschechienTschechien Josef Řezníček Eishockeyspieler
Personenbezogene Informationen
Geburtsdatum 30. November 1966
Geburtsort Plzeň, Tschechoslowakei
Größe 170 cm
Gewicht 81 kg
Spielerbezogene Informationen
Position Verteidiger
Schusshand Links
Spielerkarriere
1983–1992 TJ Škoda Plzeň
1985–1987 ASD Dukla Jihlava
1992 HC Olomouc
1992–1996 Füchse Sachsen
1994 HC Olomouc
HPK Hämeenlinna
1996 Chamonix Hockey Club
1996–2003 HC Plzeň
2003–2005 HC Sparta Prag
2005–2009 HC Energie Karlovy Vary
2011 EC Kassel Huskies

Josef Řezníček (* 30. November 1966 in Plzeň, Tschechoslowakei) ist ein ehemaliger tschechischer Eishockeyspieler, der in seiner aktiven Zeit von 1983 bis 2009 über 1000 Spiele in der tschechischen Extraliga und tschechoslowakischen 1. Liga absolviert hat. Zudem spielte er für die Füchse Sachsen in der Deutschen Eishockey Liga.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Josef Řezníček begann seine Karriere als Eishockeyspieler in seiner Heimatstadt beim TJ Škoda Plzeň, für dessen Profimannschaft er von 1983 bis 1992 in der höchsten tschechoslowakischen Spielklasse aktiv war. Während seines Militärdienstes spielte er für den Armeeklub ASD Dukla Jihlava, bevor er 1987 zu seinem Heimatverein zurückkehrte. In der Saison 1991/92 wurde der Verteidiger mit diesem Vizemeister der Tschechoslowakei, nachdem die Mannschaft im Playoff-Finale dem HC Dukla Trenčín unterlag.

Vor der Saison 1992/93 wurde er vom HC Olomouc unter Vertrag genommen, bevor er an den ES Weißwasser aus der 2. Bundesliga ausgeliehen wurde. Für Weißwasser, später Füchse Sachsen, spielte der Tscheche insgesamt vier Jahre lang, wobei er 1994 zwischenzeitlich für seinen Ex-Club HC Olomouc in der Extraliga, sowie den HPK Hämeenlinna in der finnischen SM-liiga auflief. Die Saison 1995/96 beendete er schließlich beim Chamonix Hockey Club in der französischen Ligue Magnus.

Im Sommer 1996 kehrte Řezníček zu seinem Ex-Club HC Plzeň zurück, für den er in den folgenden sieben Jahren auf dem Eis stand. Nach zwei Spielzeiten beim HC Sparta Prag verließ der Linksschütze die tschechische Hauptstadt 2003 wieder und unterschrieb bei Spartas Ligarivalen HC Energie Karlovy Vary. Mit diesem wurde er 2008 zunächst Vizemeister, ehe er sich in der Saison 2008/09 mit seiner Mannschaft beim HC Slavia Prag mit dem Gewinn der tschechischen Meisterschaft für die Vorjahres-Final-Niederlage revanchieren konnte. Zuvor hatte er am 14. Dezember 2008 sein 1000. Spiel in Tschechien[1] absolviert und ist damit der erste tschechische Spieler, der diese Marke übertraf.[2] Im Anschluss an diesen Erfolg beendete der ehemalige tschechoslowakische Nationalspieler im Alter von 42 Jahren seine Profikarriere.[3]

Im August 2009 kehrte er noch einmal aufs Eis zurück, als er in den Reihen der Lausitzer Füchse sein Abschiedsspiel in Weißwasser gab.[4] Im Januar 2011 kehrte Řezníček nach Deutschland zurück, um für den EC Kassel Huskies in der Hessenliga aufzulaufen.

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Tschechoslowakei nahm Řezníček an der Junioren-Weltmeisterschaft 1986, sowie der Weltmeisterschaft 1991 teil.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rekordhalter für die meisten Spiele in Tschechien (inkl. Tschechoslowakei): 1035 Spiele, 118 Tore, 376 Vorlagen, 494 Scorerpunkte

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
1983/84 TJ Škoda Plzeň 1. Liga 6 0 0 0 2
1984/85 TJ Škoda Plzeň 1. Liga 15 2 3 5 8
1985/86 IHC Písek 1. ČNHL 3 0 1 1 3
1985/86 Dukla Jihlava 1. Liga 5 0 0 0 0 13 2 2 4 16
1986/87 Dukla Jihlava 1. Liga 40 2 8 10
1987/88 TJ Škoda Plzeň 1. Liga 46 9 15 24
1988/89 TJ Škoda Plzeň 1. Liga 44 6 16 22
1989/90 TJ Škoda Plzeň 1. Liga 47 7 13 20
1990/91 TJ Škoda Plzeň 1. Liga 50 7 20 27
1991/92 HC Škoda Plzeň 1. Liga 37 9 20 29 67 4 0 2 2 2
1992/93 HC Olomouc 1. Liga 15 4 8 12
1992/93 ES Weißwasser 2. Bundesliga 41 14 25 39 40
1993/94 ES Weißwasser 2. Bundesliga 54 19 22 41 89
1993/94 HC Olomouc Extraliga 10 2 4 6 34
1994/95 HPK Hämeenlinna SM-liiga 7 1 6 7 6
1994/95 Sachsen Füchse DEL 27 6 12 18 88 4 0 0 0 11
1995/96 Sachsen Füchse DEL 49 11 25 36 115
1995/96 HC Chamonix Ligue Magnus 10 1 3 4
1996/97 HC Škoda Plzeň Extraliga 35 1 13 14 38
1997/98 HC Keramika Plzeň Extraliga 52 7 25 32 78 5 0 2 2 33
1998/99 HC Keramika Plzeň Extraliga 52 9 19 28 66 5 0 2 2 45
1999/00 HC Keramika Plzeň Extraliga 51 5 27 32 116 7 4 2 6 8
2000/01 HC Keramika Plzeň Extraliga 50 6 30 36 76
2001/02 HC Keramika Plzeň Extraliga 52 2 25 27 112 6 0 1 1 31
2002/03 HC Keramika Plzeň Extraliga 45 1 25 26 50
2003/04 HC Sparta Prag Extraliga 51 6 18 24 109 13 2 3 5 18
2004/05 HC Sparta Prag Extraliga 43 3 10 13 44 5 0 1 1 20
2005/06 HC Energie Karlovy Vary Extraliga 45 7 15 22 93
2006/07 HC Energie Karlovy Vary Extraliga 51 5 14 19 80 2 0 0 0 0
2007/08 HC Energie Karlovy Vary Extraliga 49 2 12 14 54 19 2 6 8 44
2008/09 HC Energie Karlovy Vary Extraliga 49 6 13 19 72 16 2 4 6 24
1. Liga gesamt 305 46 103 149 77 17 2 4 6 18
Extraliga gesamt 625 60 246 306 988 78 10 21 31 223
DEL gesamt 76 17 37 54 203 4 0 0 0 11

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Barbora Žehanová: Rozuzlení? Řezníčkova tisícovka přijde v neděli. In: hokej.idnes.cz. 6. Dezember 2008, abgerufen am 15. November 2017 (tschechisch).
  2. Sláva, panika a znovu sláva. Tak vypadal Řezníčkův večer. In: hokej.idnes.cz. 15. Dezember 2008, abgerufen am 15. November 2017 (tschechisch).
  3. radio.cz, Růžička: Wir wollen eine Medaille und nach der WM etwas zu feiern haben, Lothar Martin, 22-04-2009,
  4. eissport-weisswasser.de, Josef Reznicek verabschiedet - keine Chance im Testspiel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]