Josef Fräß-Ehrfeld

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Josef Fräß-Ehrfeld (* 13. Mai 1889; † 5. November 1965) war ein österreichischer Politiker (ÖVP) und Möbelfabrikant. Er war von 1934 bis 1938 sowie 1945 bis 1949 Abgeordneter zum Kärntner Landtag.

Fräß-Ehrfeld wurde als Sohn einer Kärntner Kaufmannsfamilie geboren. Er studierte an der Forstakademie in Eberswalde und an der Handelshochschule in München, bevor er 1923 als Prokurist in den väterlichen Betrieb eintrat. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Fräß-Ehrfeld 1925 die Möbelfabrik A.v.Ehrfeld, die er zur größten Möbelfabrik des Landes entwickelte. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit war Fräß-Ehrfeld in verschiedenen Wirtschaftsorganisationen aktiv, wobei er von 1934 bis 1938 dem Österreichischen Industriellenverband in Kärnten als Präsident vorstand. Daneben war er Vorstandsmitglied des Hauptverbandes der Industrie Österreich und wirkte zwischen 1934 und 1938 als Vertreter des Berufsstandes „Industrie und Bergbau“ im ständischen Kärntner Landtag. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er aller Ämter enthoben.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm Fräß-Ehrfeld das Amt des Vizepräsidenten der Kammer der gewerblichen Wirtschaft und wirkte von 1945 bis 1949 erneut im Kärntner Landtag. Nach seinem Tod wurde er in Steinfeld im Drautal begraben. Dort wurde auch eine Straße nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Irmgard Lapan: Der Kärntner Landtag von 1918–1938 und die Tätigkeit der Abgeordneten. Inaugural-Dissertation, Universität Graz, 1982