Kärntner Landtag

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Kärntner Landtag
Basisdaten
Sitz: Landhaus in Klagenfurt am Wörthersee
Legislaturperiode: fünf Jahre
Erste Sitzung: 1920
Abgeordnete: 36
Aktuelle Legislaturperiode
Letzte Wahl: 3. März 2013
Nächste Wahl: 4. März 2018
Vorsitz: Landtagspräsident Reinhart Rohr (SPÖ)
      
Sitzverteilung:
Website
www.ktn.gv.at
Das Landhaus ist der Sitz des Kärntner Landtags

Der Kärntner Landtag ist das Einkammern-Parlament des österreichischen Bundeslandes Kärnten. Seine 36 Mitglieder werden für eine Legislaturperiode von fünf Jahren über ein Listenwahlrecht gewählt.

Wahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abgeordneten werden nach den Prinzipien des gleichen, unmittelbaren, geheimen und persönlichen Wahlrechts über Listen gewählt. Sie sind in der Ausübung ihres Mandates an keinen Auftrag gebunden (freies Mandat).

Wahlberechtigt sind alle österreichischen Staatsbürger, die in Kärnten ihren Hauptwohnsitz haben, nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind und die am Tag der Wahl das 16. Lebensjahr vollendet haben.

Kärnten ist in vier Wahlkreise eingeteilt, die folgende Bezirke umfassen:[1]

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Für den Einzug in den Landtag benötigt eine wahlwerbende Gruppierung einen Stimmenanteil von 5 %.[2][3] Die Dauer einer Gesetzgebungsperiode beträgt fünf Jahre. Seit dem 31. März 2009 läuft die 30. Gesetzgebungsperiode. Die Zählung begann mit den Wahlen vom 6. April 1861.

Bis zum Jahr 2008 war das Erreichen eines Grundmandates in einem der Wahlkreise Voraussetzung, damit eine wahlwerbende Gruppierung Abgeordnete in den Landtag entsenden konnte (sogenannte „Grundmandatshürde“). Daraus ergab sich für jeden der Wahlkreise eine faktische Prozenthürde zwischen 9 und 11 Prozent. Ein Umstand, der von Vertretern der Kärntner Slowenen und von Kleinparteien regelmäßig kritisiert wurde. Im Juli 2008 wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, Grünen und FPÖ und gegen die Stimmen des BZÖ die Kärntner Landtagswahlordnung dahingehend geändert, dass in der sogenannten Reststimmen-Mandatsermittlung auch jene Parteien berücksichtigt werden, die zwar kein Grundmandat erringen konnten, jedoch einen Stimmenanteil von zumindest 5 % auf sich vereinen können.

Vorschläge der slowenischsprachigen Minderheit ein fixes Volksgruppenmandat (ein sogenanntes Virilmandat) zuzuerkennen, wurden bisher von den etablierten Parteien stets abgelehnt.

Aufgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Kompetenzbereich des Landtages fällt neben seiner legislativen Funktion auf Landesebene auch die Wahl des Landeshauptmanns, seiner zwei Stellvertreter und von vier Landesräten, die zusammen die Landesregierung von Kärnten bilden. Außerdem wählt er die vier dem Bundesland Kärnten zustehenden Mitglieder des Bundesrates.

Präsidium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Präsidium des Kärntner Landtages besteht aus den ersten, zweiten und dritten Landtagspräsidenten, welche nach dem Verhältniswahlrecht aus der Reihe der Landtagsabgeordneten gewählt wird.

Seit der Landtagswahl 2013 besteht das Präsidium gemäß der konstituierenden Sitzung vom 28. März 2013 aus folgenden Mitgliedern:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Kärntner Landtag. Broschüre, hrsg. vom Kärntner Landtag, ca. 2005

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kärntner Landtagswahlordnung - K-LTWO § 2 Wahlkreise, Abgerufen am 15. Juli 2016
  2. Gesetz vom 3.7.2008, mit dem die Kärntner Landtagswahlordnung, das Kärntner Volksabstimmungsgesetz, das Kärntner Volksbefragungsgesetz und das Kärntner Volksbegehrensgesetz geändert werden (PDF) Amt der Kärntner Landesregierung. Abgerufen am 7. September 2008.
  3. Ein großer Schritt für kleine Parteien. Kleine Zeitung. 4. Juli 2008. Abgerufen am 7. September 2008.