Joseph-Theodor Blank

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Joseph-Theodor Blank, (* 19. März 1947 in Lüdenscheid) war von 1983 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er wurde stets für die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) über ein Direktmandat im Wahlkreis Mettmann I gewählt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blank wuchs im ehemaligen Stadtteil Erkraths in Unterbach auf und war zunächst Kreisvorsitzender der Jungen Union im Kreis Mettmann. Als Unterbach 1975 nach Düsseldorf eingemeindet wurde, zog er nach Alt-Erkrath um und verblieb somit im Kreis Mettmann. Dort gewann er 1983 in Nachfolge des ehemaligen Bundesverteidigungsministers Gerhard Schröder erstmals den Bundestagswahlkreis Mettmann I für seine Partei wieder direkt und zog so in den Deutschen Bundestag ein, dem er von der 10. bis zum Ende der 14. Legislaturperiode im Jahr 2002 angehörte. Hier leistete er Pionierarbeit auf dem Gebiet des Datenschutzes und bei der Nichtausgrenzung HIV-Infizierter. Innerhalb der CDU wurde er Kreisvorsitzender im Kreise Mettmann, Bezirksvorsitzender des Bezirks Bergisches Land sowie Hauptgeschäftsführer der Kommunalpolitischen Vereinigung.[1]

Blank machte nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften sein Referendar- und Assessorexamen. Anschließend folgte die Promotion zum Dr. jur. und von 1972 bis 1975 eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Staatsrecht der Universität zu Köln. Blank war von 1976 bis 1983 Mitglied der Geschäftsführung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Nach seiner Wahl in den Deutschen Bundestag 1983 ist er als selbstständiger Rechtsanwalt tätig. Außerdem arbeitet er auch noch als Honorarprofessor für Staats- und Verfassungsrecht an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen. Als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Freizeit setzte er sich gegen eine durchgängige Kommerzialisierung der Gesellschaft ein. Zudem war er Mitglied in der Nordatlantischen Versammlung. Er ist Vorsitzender der Vereinigung der Helfer und Förderer des Technischen Hilfswerkes in Nordrhein-Westfalen e.V., Gelsenkirchen.

2004 wurde Blank vom Rundfunkrat der Deutschen Welle, dem er zuvor viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender angehört hatte, zum Gründungspräsidenten der Deutschen Welle Akademie berufen. Seit 2008 gehört Blank als externer Berater dem Akademieausschuss der DW als Mitglied an.

Auf das Wohnhaus seiner Familie in Erkrath, in dem er heute noch lebt, wurde 1995 ein Sprengstoffanschlag durch die Antiimperialistischen Zellen (AIZ) verübt.[2] Der Schaden am Wohnhaus wurde mit 60.000 DM beziffert, es gab keine Verletzte.

Er ist Neffe des ersten Verteidigungsministers der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Blank und Sohn des deutschen Politikers Joseph Blank.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.rp-online.de/public/article/mettmann/420137/Verdienstorden-fuer-Joseph-Theodor-Blank.html
  2. http://www.im.nrw.de/inn/doks/vs/1998.pdf Bericht des NRW Verfassungsschutzes S. 118 ff.