Jost Hermand

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Jost Hermand im Juli 2010

Jost Hermand (* 11. April 1930 in Kassel) ist ein deutscher Hochschullehrer für Literaturwissenschaft und Kulturgeschichte.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Volksschule in Berlin kam Hermand 1940 als Zehnjähriger bis 1945 durch die NS-Kinderlandverschickung nach Polen. Ab 1950 studierte er Literatur, Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte in Marburg mit Promotion bei Friedrich Sengle und Richard Hamann-Mac Lean im Jahr 1955. Danach ging er mit Richard Hamann nach Ostberlin, wo er bis 1957 an einer Buchreihe über „Deutsche Kunst und Kultur von der Gründerzeit bis zum Expressionismus“ für den Akademie-Verlag arbeitete. Seit 1958 lebt er in den Vereinigten Staaten und ist Professor für Neuere deutsche Literatur und deutsche Kulturgeschichte an der University of Wisconsin-Madison und lehrt zugleich seit 2003 als Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hat zahlreiche Gastprofessuren als Literatur-, Musik- und Kunstwissenschaftler an amerikanischen Universitäten (Harvard, Texas) und deutschen Universitäten (Marburg, Kassel, Bremen, Oldenburg, Freiburg, Essen, Potsdam, München, Köln, Gießen, FU-Berlin) wahrgenommen.

Ehrungen und Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fellow und Kurator des Instituts für kritische Theorie
  • Fellow des American Council of Learned Societies
  • Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften
  • Senior Fellow des Internationalen Forschungszentrums für Kulturwissenschaften Wien
  • Vilas Research Professor of German, University of Wisconsin-Madison
  • Honorary Member of the American Association of Teachers of German
  • Founding Member of the International Brecht Society
  • Mitglied des deutschen PEN-Clubs im Ausland
  • Hilldale Award for Academic Excellence, University of Wisconsin-Madison
  • Honored Teaching Award, University of Wisconsin-Madison (2009/2010)
  • Mitbegründer der North American Heinrich Heine Society
  • Mitglied des Forums Vormärz Forschung
  • Silbermedaille der Gewerkschaft ver.di
  • Dr. phil. h. c. der Universität Kassel

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeber oder Mitherausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Basis. Jahrbuch für deutsche Gegenwartsliteratur. Mit Reinhold Grimm 1970–1980.
  • Brecht-Jahrbuch. Mit Reinhold Grimm 1971–1980.
  • Literatur im historischen Prozeß. Mit Klaus R. Scherpe, Gert Mattenklott und Helmut Peitsch 1981–1989.
  • German Life and Civilization. 1987ff.
  • Wisconsin Workshop Series. Mit Reinhold Grimm, Hans Adler und Marc Silberman 1970–2000.
  • Geschichten aus dem Ghetto. Athenäums Taschenbuch by anton hain, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-445-04747-2.
  • Deutsche Geheimgesellschaften: Von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Böhlau-Verlag, Köln, 272 Seiten, 2013, von Jost Hermand (Hrsg.) (Autor), Sabine Mödersheim (Hrsg.) (Autor) .

Festschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bunte Liste Hrsg. von Helen Fehervary, Carol Poore und Janet Swaffar. 1990.
  • Responsibility and Commitment. Ethische Postulate der Kulturvermittlung. Hrsg. von Klaus L. Berghahn, Robert C. Holub und Klaus R. Scherpe. 1996.
  • Heroes and Heroism in German Culture. Essays in Honor of Jost Hermand. Hrsg. von Stephen Brockmann und James Steakley. 2001.
  • The Temptation of Hope. From Thomas Morus to Ernst Bloch and Beyond. Hrsg. von Klaus L. Berghahn. 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]