Julius Bacher

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Julius Gustav Bacher (* 8. August 1810 in Ragnit, heute Neman; † 29. März 1890 in Berlin-Lichterfelde[1]) war ein deutscher Schriftsteller.

Bacher studierte in Königsberg Medizin und praktizierte dann zehn Jahre lang, woraufhin er sich ausschließlich literarischen Arbeiten widmete. Er trat zuerst als Dramatiker mit den Trauerspielen Lucie und Karls XII. erste Liebe (Königsberg 1850) auf.

Größeren Anklang fanden die historischen Romane Sophie Charlotte, die philosophische Königin (Berlin 1857), Friedrichs I. letzte Lebenstage (Berlin 1857) und Die Brautschau Friedrichs d. Gr. (Berlin. 1857), wovon der Verfasser den letzteren auch in ein Lustspiel umarbeitete.

Das 1857 auf der königlichen Bühne in Berlin aufgeführte fünfaktige Charakterbild Aus dem Leben veranlasste Bacher, Berlin zu seinem dauernden Aufenthalt zu wählen. Hier veröffentlichte er noch drei Bände Novellen (Berlin 1860) und die Romane:

  • Ein Urteilsspruch Washingtons (Jena 1864)
  • Sibylle von Kleve (Berlin 1865), das für Bachers bestes Werk gehalten wird. Sibylle ist die Gemahlin des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen, dessen Schicksale mit poetischem Sinn erzählt werden.
  • Napoleons letzte Liebe (Berlin 1868)
  • Auf dem Wiener Kongreß (Leipzig 1869)
  • Prinzessin Sidonie (Leipzig 1870)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikisource: Julius Bacher – Quellen und Volltexte
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sterberegister Lichterfelde, 1890, Eintrag Nr. 41