Julius Markschiess van Trix

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Julius Markschiess „Jonny“ van Trix (* 29. November 1920 in Berlin; † 4. September 2017[1]) war ein deutscher Artistenkenner und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jungen Jahren interessierte er sich für die Artistenwelt und trat dem Neuköllner Artistenverein Union-Victoria bei.[2] Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er für kurze Zeit nach Braunschweig und eröffnete eine Künstlervermittlung. Er selbst tingelte als Drahtseilartist durch das Land. 1946 stürzte er von einem sechs Meter hohen Drahtseil, als es plötzlich zerriss. Dabei verletzte er sein rechtes Bein derart, dass eine weitere Karriere als Artist unmöglich wurde.[3]

1955 gründete er neben dem alten Friedrichstadt-Palast die erste staatliche Artistenschule.[4] Dazu verfasste er ein umfangreiches Lehrbuch "Geschichte der Artistik".[5] 1969 wurde er von der DDR beauftragt, den Kulturpark Plänterwald wieder aufzubauen.[6] 1982 brachte er zusammen mit Bernhard Nowak ein Buch zur Dokumentation über Artisten und Zirkusplakate heraus, das von dem bekannten DDR-Schrift- und Plakatentwerfer Gert Wunderlich gestaltet worden ist.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julius Markschiess-van Trix und Jan Brabec: Artistik, 1968 (DNB 456171096)
  • Julius Markschiess-van Trix und Bernhard Nowak: Artisten- und Zirkusplakate. Ein internationaler historischer Überblick, 1982, ISBN 978-3-7611-0452-1
  • Julius Markschiess-van Trix: Raritäte seyn su sehn ... Leipzig: Museum für Geschichte der Stadt Leipzig, 1988. ISBN 3-910034-00-4

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationsrundbrief des Magischen Zirkels Berlin vom 10. September 2017
  2. Tagesspiegel
  3. Berliner Zeitung
  4. taz
  5. Berliner Kurier
  6. Tagesspiegel