Jutta Trapp

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Jutta Trapp (geb. Krüger) (* 18. April 1948 in Berlin) ist eine deutsche Tischtennisspielerin. Ihre beste Zeit hatte sie in den 1960er Jahren. Sie wurde 1968 Mannschafts-Europameister.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meiste Zeit ihrer aktiven Laufbahn verbrachte Jutta Trapp in Berlin. Bis heute (2012) hat sie bei Berliner Meisterschaften weit über 100 Titel gewonnen.[1]

Von 1966 bis 1968 wurde sie viermal für Länderspiele nominiert. Sie nahm an den Weltmeisterschaften 1967 und 1969 sowie an den Europameisterschaften 1966 und 1968 teil. Dabei wurde sie 1968 mit den Damenteam Europameister. 1965 gewann sie mit Edith Lersow die deutsche Meisterschaft im Doppel. In der Saison 1967/77 blieb Trapp mit einer 62:0 Bilanz in der Oberliga, damals die zweithöchste Spielklasse in Deutschland, ungeschlagen.[2] 1979/80 wurde sie mit dem Verein Weiß-Rot-Weiß Kleve deutscher Mannschaftsmeister.

Wegen Bandscheibenproblemen zog Jutta Trapp sich 1989 vorübergehend vom aktiven Sport zurück. Später nahm sie noch an Seniorenturnieren teil. Hier wurde sie mehrmals Weltmeisterin: 1994 im Einzel und Doppel (Ü40) sowie 1998 im Doppel (Ü40).

Im Januar 2014 wurde Jutta Trapp's langjähriges sportliches und ehrenamtliches soziale Engagement mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt. So war sie im Berliner Tischtennisverband viele Jahre lang Aktivensprecherin und Referentin für Frauensport. Zudem unterstützt sie die Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam und die Suppenküche in Spandau.[3]

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jutta Trapp ist seit Ende der 1960er Jahre verheiratet. Sie hat einen Sohn (* 1971, betreibt Leichtathletik) und eine Tochter (* 1976, aktiv im modernen Fünfkampf)[4].

Liste weiterer Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nationale deutsche Meisterschaften
    • 1965: 1. Platz Doppel (mit Edith Lersow)
    • 1967: 3. Platz Einzel
    • 1968: 3. Platz Einzel, 2. Platz Doppel (mit Inge Harst)
    • 1974: 3. Platz Einzel
  • Bundesranglistenturniere
    • 1966: 2. Platz
    • 1967: 2. Platz
    • 1968: 3. Platz
    • 1969: 4. Platz
    • 1970: 3. Platz
    • 1973: 2. Platz
  • Deutsche Mannschaftsmeisterschaft
  • Senioren
    • WM 1992: 2. Platz Einzel (Ü40)
    • WM 1994: 1. Platz Einzel (Ü40) 1. Platz Doppel (mit Monika Kneip-Stumpe)
    • WM 1998: 1. Platz Doppel (Ü40) (mit Elmira Antonyan (ARM))
    • WM 2006: 1. Platz Doppel (Ü50) (mit Elmira Antonyan (ARM))
    • Europameisterschaft 1999: 1. Platz Einzel (Ü50)
    • Europameisterschaft 2009: 1. Platz Einzel (Ü60)
    • Deutsche Meisterschaft: 1. Platz Einzel 1991, 1992, 1994, 1996, 2000, 2010
    • Deutsche Meisterschaft: 1. Platz Doppel 1991 (mit I.Groß), 1993 (mit I.Groß), 1998 (mit I.Groß), 2010 (mit Marianne Kerwat)
    • Deutsche Meisterschaft: 1. Platz Mixed 1991 (mit Wolfgang Lux), 1993 (mit Wolfgang Lux), 1995 (mit Bernhard Thiel), 1996 (mit Bernhard Thiel), 1999 (mit Bernhard Thiel), 2008 (mit Dietmar Diesing), 2009 und 2010 (mit Dietrich Leidel)[5]
  • Jugend
    • Europameisterschaft Mädchen 1965: 2. Platz mit der Mannschaft
    • Internationale Jugendmeisterschaft von England 1963: Sieg im Mixed
    • Deutsche Jugendmeisterschaft 1964: 2. Platz Einzel
    • Deutsche Jugendmeisterschaft 1965: 1. Platz Einzel, 2. Platz Doppel (mit J.Feddersen)

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[6]

Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team
FRG  Europameisterschaft  1968  Lyon  FRA         1
FRG  Weltmeisterschaft  1969  München  FRG   Qual  letzte 32  Qual   
FRG  Weltmeisterschaft  1967  Stockholm  SWE   Rd 1  letzte 32  letzte 128 

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aus der “Ping-Pong”-Prinzessin wurde eine Meisterin, Zeitschrift tischtennis, 1966/5 Seite 6
  • Axel Korsch: Ein Geburtstag ..., Zeitschrift tischtennis, 2008/5 regional Nord Seite 13
  • 75 Jahre Deutscher Tischtennis-Bund - Ein Spiel fürs Leben, ISBN 3-00-005890-7
  • Jutta Trapp, 75 Jahre Berliner Tischtennisverband e.V. - Chronik 1927–2002, 2002, Herausgeber: Berliner Tischtennisverband e.V., Berlin Seite 32
  • Jutta Renelt: National und International mehr als 300 Titel geholt, Zeitschrift tischtennis, 2012/3 regional Nord Seite 12 Online (abgerufen am 4. April 2012) (PDF-Datei; 505 kB)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeitschrift tischtennis, 2012/3 regional Nord Seite 12
  2. Zeitschrift DTS, 1977/10 Ausgabe Süd-West Seite 18
  3. S.Hinz: Bundesverdienstkreuz für Jutta Trapp@1@2Vorlage:Toter Link/www.tischtennis.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen am 11. Februar 2014)
  4. Zeitschrift DTS, 1986/12 Seite 12 + 1971/13 Seite 42 + 1994/8 Seite 13
  5. Ergebnisseite auf tischtennis.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.tischtennis.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Jutta Trapp Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank auf ittf.com (abgerufen am 16. September 2011)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]