Bank für Kirche und Diakonie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von KD-Bank)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank
Logo der KD-Bank
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Dortmund
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 350 601 90[1]
BIC GENO DED1 DKD[1]
Gründung 2003
Verband Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband
Website www.kd-bank.de
Geschäftsdaten 2014[2]
Bilanzsumme 4.822,8 Mio. EUR
Einlagen 4.100,0 Mio. EUR
Kundenkredite 1.469,4 Mio. EUR
Mitarbeiter 202
Mitglieder 4.052
Leitung
Vorstand Ekkehard Thiesler (Vorsitzender)
Ulrike Badura
Jörg Moltrecht
Ilona Pollach
Aufsichtsrat Marlehn Thieme (Vorsitzende)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland
ehemaliges Logo

Die Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank ist ein Kreditinstitut in Dortmund in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft. Die Mitglieder sind überwiegend Institutionen aus dem Bereich der Evangelischen Kirche und ihrer Diakonie. Die Bank für Kirche und Diakonie ist Spezialist in allen Finanzfragen für diesen Sektor. Privatkunden wird das volle Spektrum an Bankdienstleistungen geboten. Ziel des Handelns ist nicht primär Gewinnmaximierung, sondern die wirtschaftliche Förderung der Mitglieder und Kunden. Sie ist Mitglied im Finanzverbund des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Hauptsitz der KD-Bank am Schwanenwall in Dortmund

Geschäft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bank für Kirche und Diakonie beschäftigt 202 Mitarbeiter an den Standorten Dortmund (Hauptsitz), Duisburg, Berlin, Dresden, Magdeburg und Kaiserslautern. Büros werden in Erfurt, München und Nürnberg unterhalten.[2]

Besondere Angebote sind:

  • Zahlungsverkehr für Spendenorganisationen
  • Finanzierung von gemeinnützigen Einrichtungen, insbesondere aus dem Bereich der Diakonie.
  • Nachhaltige Geldanlagen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank – blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Landeskirchliche Kredit-Genossenschaft Sachsen LKG (heute Zweigniederlassung der Bank für Kirche und Diakonie – KD-Bank in Dresden) wurde bereits 1925 als erste evangelische Bank in Deutschland gegründet. 1927 wurden in Magdeburg und Münster Evangelische Darlehensgenossenschaften ins Leben gerufen. Das Rheinland zog 1953 nach. Hilfe zur Selbsthilfe, Förderung der Mitglieder und eine Beteiligung der Mitglieder am wirtschaftlichen Erfolg waren die Ideen, die die Gründer motiviert haben. 1927 wurde die Selbsthilfeeinrichtung „Darlehensgenossenschaft der Westfälischen Inneren Mission e.G.m.b.H.“ durch Martin Niemöller gegründet. Auch Victor Rohdich, der seit Herbst 1926 Verwaltungsdirektor der Inneren Mission war, war an der Gründung im großen Maße beteiligt. Zur gleichen Zeit entstand auch in der Provinz Sachsen eine kirchliche Bank unter der Bezeichnung „Provinzialkirche Spar- und Darlehensgenossenschaft für die Provinz in Sachsen eGmbH“. Auch im Rheinland machte man sich vor dem Zweiten Weltkrieg bereits Gedanken über eine kirchliche Darlehenskasse. Doch erst im Juni 1953 konnte durch Otto Vetter die „Darlehensgenossenschaft der Evangelischen Kirchengemeinde und -Verbände und der kirchlichen Werke im Rheinland eGmbH“ gegründet werden. Mit der Wiedervereinigung wurden von Berlin und Magdeburg aus Geschäfte in den neuen Bundesländern aufgenommen und in zwei Schritten eine Fusion mit der Prosparda, die in Magdeburg ihren Sitz hatte, vollzogen. Im Jahr 2003 fusionierten dann die DGM und die BKD zur „KD-Bank eG – die Bank für Kirche und Diakonie –“. Eine Vereinbarung dieser Fusion war, eine neue Hauptstelle in der geografischen Mitte von Duisburg und Münster. Die Wahl fiel auf Dortmund. Seit dem 28. Februar 2006 ist somit das Gebäude in Dortmund zur Hauptstelle geworden. Am 9. Juni 2010 stimmte die Generalversammlung der KD-Bank einer Fusion mit der Landeskirchlichen Kredit-Genossenschaft Sachsen eG (LKG) mit Sitz in Dresden zu. Die Fusion wurde rückwirkend zum 1. Januar 2010 rechtskräftig.[3] Gleichzeitig wurde durch die Generalversammlung die Umbenennung in „Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-BANK“ beschlossen. Durch diese leichte Modifizierung des Namens soll stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden, wofür diese Bank steht.

Nachhaltigkeitsfilter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erste Evangelische Kirchenbank und eine von wenigen Banken in Deutschland setzt die KD-Bank seit dem 1. Januar 2008 einen Nachhaltigkeitsfilter bei der eigenen Geldanlage in Wertpapieren ein. Der Nachhaltigkeitsfilter orientiert sich an den drei Zielen des Konziliaren Prozesses Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. a b Jahresabschluss 2014 im eBundesanzeiger
  3. KD-Bank schließt sich mit LKG Sachsen zusammen. KD-Bank, 9. Juni 2010, archiviert vom Original, abgerufen am 22. Januar 2014 (Pressemitteilung).

Koordinaten: 51° 31′ 0″ N, 7° 28′ 21″ O