Union Investment

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Union Asset Management Holding AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1956
Sitz Frankfurt am Main, Deutschland
Leitung
  • Hans Joachim Reinke (Vorstandsvorsitzender)
    Alexander Schindler
    Jens Wilhelm
Mitarbeiterzahl 3102[1]
Branche Banking
Website www.union-investment.de
Stand: 31. Dezember 2018

Maintor Porta in Frankfurt am Main, Hauptsitz der Union Investment
Union Investment, ehemaliger Hauptsitz
Haupteigentümer an der Rhein Galerie (Mai 2011)

Die Union Investment (vollständige Bezeichnung Union Asset Management Holding AG) mit Hauptsitz in Frankfurt am Main ist die Investmentgesellschaft der DZ Bank und Teil der genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Der Vertrieb der Publikumsfonds geschieht zum einen über die 875 Volks- und Raiffeisenbanken[2], zum anderen über den Außendienst der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG.

Hauptaktionär ist die DZ Bank mit 72,23 %.[3] Weitere Aktionäre sind die Volks- und Raiffeisenbanken über ihre Verbände bzw. Beteiligungsgesellschaften.

Union Investment verwaltete 2018 ein Vermögen von 323,4 Milliarden Euro.[1]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Dach der Union Asset Management Holding AG befindliche Tochtergesellschaften sind u. a.:[4]:

  • Union Investment Institutional GmbH ist für das Geschäft mit institutionellen Kunden zuständig
  • Union Investment Institutional Property bietet Immobilienspezialfonds für institutionelle Anleger an
  • Union Investment Luxembourg S.A. ist die luxemburgische Tochtergesellschaft
  • Union Investment Privatfonds GmbH legt Publikumsfonds für Privatkunden auf
  • Union Investment Real Estate GmbH (ehemals DIFA Deutsche Immobilien Fonds AG) ist die zweitgrößte deutsche Immobilienfondsgesellschaft
  • Quoniam Asset Management GmbH verfolgt einen quantitativen Investmentansatz und verwaltet Fonds für institutionelle Kunden
  • Attrax S.A. ist die luxemburgische Tochtergesellschaft für Fondsbrokerage, -distribution, -anteilsverwaltung und -Verwahrung
  • Union Investment Austria GmbH in Wien ist die österreichische Dependance

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschäftsbereiche von Union Investment:[5]

Institutionelle Kunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bietet Konzepte für die Vermögensverwaltung und Lösungen für die nachhaltige Kapitalanlage
  • Investiert in verschiedene Formate, etwa Wertpapier-Spezialfonds, institutionelle Fonds, Publikumsfonds, institutionelle Vermögensverwaltung und Immobilien-Spezialfonds
  • Hat ein weites Kundenportfolio: Banken, Pensionskassen, Versicherungen, kirchliche Einrichtungen, Industrieunternehmen und Non-Profit-Organisationen wie Stiftungen und Verbände

Privatkunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschäftsbereich Immobilien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Offene Immobilienfonds für private und institutionelle Anleger
  • Betätigt sich auf den gewerblichen Immobilienmärkten als Investor und Verkäufer, als Bauherr und Entwickler sowie als Vermieter und Dienstleister rund um die Immobilie
  • Investiert schwerpunktmäßig in dienstleistungs- und einzelhandelsorientierte Gewerbeimmobilien und hat ein international diversifiziertes Immobilienportfolio von ca. 300 Objekten in 24 Ländermärkten

Daneben gibt es die Geschäftsbereiche Fondsdienstleistungen und Infrastruktur, die in der Union Investment Unterstützungsdienstleistung für die drei oben genannten Geschäftsbereiche erbringen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 26. Januar 1956 wurde die Union-Investment-Gesellschaft mbH von 14 Genossenschaftsbanken als dritte deutsche Investmentgesellschaft gegründet. Im gleichen Jahr wurde der Aktienfonds UniFonds (WKN 849100) als erster offener Fonds aufgelegt. 1961 wurden Fonds erstmals auch in Belgien und damit außerhalb Deutschlands angeboten.

1965 wurde die co op Immobilienfonds Verwaltung AG in Hamburg gegründet und 1980 in DIFA (Deutsche Immobilien Fonds AG) umbenannt. Aktionäre waren zunächst die Zentralinstitute der Konsumgenossenschaften und die BfG. 1966 legte die DIFA den offenen co op Immobilienfonds (WKN 980550) auf, später umbenannt in DIFA-Fonds Nr. 1 und danach in UniImmo: Deutschland. Ab 1987 gehört die DIFA zum genossenschaftlichen GesamtVerbund und wird 2007 umfirmiert zu Union Investment Real Estate GmbH.[6]

Seit 1967 bietet die Union Investment die Führung von Investmentdepots an. 1968 kam der erste Rentenfonds der Gruppe unter dem Namen UniRenta (WKN 849102) auf den Markt. 1969 wurde ein Fondsvermögen von einer Milliarde DM erreicht.

1988 wurde die Union Investment Luxembourg S.A. gegründet. Das verwaltete Vermögen der Gruppe betrug nun 10 Milliarden Deutsche Mark.

Im April 1994 brachte Union Investment eine fondsgebundene Vermögensverwaltung mit drei Strategievarianten (Chance, Wachstum und Sicherheit) auf den Markt. 1996 wurde die fondsgebundene Lebensversicherung OptiPlan herausgebracht.

1999 wurde die Union-Fonds-Holding Aktiengesellschaft gegründet. Diese Dachgesellschaft firmierte im Juli 2002 um in Union Asset Management Holding AG.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Union Investment wurde im Jahr 2018 zum sechzehnten Mal in Folge mit 5 Sternen beim Fonds-Kompass des Wirtschaftsmagazins Capital als eine der besten Fondsgesellschaften bewertet.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Geschäfts- und CSR-Bericht 2018. (PDF) Union Investment, 28. März 2019, abgerufen am 12. Juli 2019.
  2. Zahlen, Daten, Fakten. Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, 10. Juli 2019, abgerufen am 12. Juli 2019.
  3. Unsere Anteilseigner kommen aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Union Investment, abgerufen am 12. Juli 2019.
  4. Geschäfts- und CSR-Bericht 2018. (PDF) Union Investment, 28. März 2019, S. 122, abgerufen am 12. Juli 2019.
  5. Union Investment – Unsere Unternehmensgruppe im Überblick. (PDF) In: Unternehmenspräsentation. Union Investment, 31. März 2019, S. 5, abgerufen am 12. Juli 2019.
  6. Unsere Geschichte. 1965. Union Investment, abgerufen am 12. Juli 2019.
  7. Christian Kirchner: Union Investment holt sich Platz eins zurück. In: Fonds-Kompass 2018. Capital (Deutschland), 14. Februar 2018, abgerufen am 12. Juli 2019.