Kałuszyn

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Kałuszyn
Wappen von Kałuszyn
Kałuszyn (Polen)
Kałuszyn
Kałuszyn
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Masowien
Powiat: Mińsk Mazowiecki
Fläche: 12,29 km²
Geographische Lage: 52° 12′ N, 21° 49′ OKoordinaten: 52° 12′ 30″ N, 21° 48′ 42″ O
Einwohner: 2920
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 05-310
Telefonvorwahl: (+48) 25
Kfz-Kennzeichen: WM
Wirtschaft und Verkehr
Straße: E 30/DK2 WarschauTerespol
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 28 Schulzenämter
Fläche: 94,52 km²
Einwohner: 5908
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1412093
Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Marian Soszyński
Adresse: ul. Pocztowa 1
05-310 Kałuszyn
Webpräsenz: www.kaluszyn.pl



Das Stadtzentrum

Kałuszyn ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Masowien. Sie liegt im Powiat Miński und ist Sitz einer Stadt- und Landgemeinde.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kałuszyn liegt im östlichen Teil der Wojewodschaft Masowien, etwa 50 Kilometer östlich vom Zentrum Warschaus. Benachbarte Städte sind etwa 15 Kilometer westlich Mińsk Mazowiecki, 25 Kilometer nördlich Węgrów, 30 Kilometer östlich Siedlce und 30 Kilometer südlich Stoczek Łukowski.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als Kaluszino stammt aus dem Jahr 1416. 1660 erhielt der Ort Stadtrecht.[2] 1718 wurde das Stadtrecht bestätigt.[3] Bei der Dritten Teilung Polens im Jahr 1795 wurde Kałuszyn Teil Preußens. Dies blieb es bis zur Gründung des Herzogtums Warschau im Jahr 1809. Nach dessen Auflösung wurde die Stadt 1815 Teil Kongresspolens. Am Ende des Novemberaufstands war die Stadt 1831 Schauplatz eines Gefechts zwischen den polnischen Aufständischen und der russischen Armee. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde Kałuszyn Teil der Zweiten Polnischen Republik. Beim Polenfeldzug marschierte die deutsche Wehrmacht im September 1939 in die Stadt ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Kałuszyn dann wieder Teil Polens.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde gehören neben der Stadt Kałuszyn folgende 28 Ortschaften mit einem Schulzenamt:

Abramy
Budy Przytockie
Chrościce
Falbogi
Garczyn Duży
Garczyn Mały
Gołębiówka
Kazimierzów
Kluki
Leonów
Marianka
Milew
Mroczki
Nowe Groszki
Olszewice
Patok
Piotrowina
Przytoka
Ryczołek
Sinołęka
Stare Groszki
Szembory
Szymony
Wąsy
Wity
Wólka Kałuska
Zimnowoda
Żebrówka

Weitere Orte der Gemeinde sind Górki und Marysin.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche der Heiligen Jungfrau Maria ist eine neogotische Kirche welche zwischen 1889 und 1897 errichtet wurde. Baumeister des Gebäudes war Józef Pius Dziekoński.

Weiterhin sehenswert ist das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr, errichtet im Jahr 1918.

Weiterhin gibt es einige Denkmäler in der Stadt. So das Denkmal für die Kämpfer für die Unabhängigkeit (Bojownikom o Niepodległość) welches zum 20. Jahrestag der wiedergewonnenen Unabhängigkeit Polens am 11. November 1938 eingeweiht wurde. Weiterhin erinnert ein Denkmal an die Kämpfe der I. Division der Infanterie Józef Piłsudski gegen die Wehrmacht im September 1939.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ost-West-Richtung führt die Landesstraße 2 (droga krajowa 2), die zugleich die Europastraße 30 bildet durch Kałuszyn. In östlicher Richtung führt sie nach etwa 130 Kilometern zum Grenzübergang Terespol nach Weißrussland. In westlicher Richtung führt sie nach etwa 50 Kilometern ins Zentrum Warschaus.

Die Stadt verfügt über keinen Anschluss an das Schienennetz. Es gibt Linienbusverbindungen unter anderem nach Warschau, Mińsk Mazowiecki, Biała Podlaska, Siedlce und Białystok.

Der nächste internationale Flughafen ist der Frédéric-Chopin-Flughafen Warschau, der etwa 60 Kilometer westlich von Kałuszyn liegt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kałuszyn gibt es eine die Bolesław-Prus-Grundschule (Szkoła Podstawowa im. Bolesława Prusa) sowie die Mittelschule 6. Infanterieregiment Józef Piłsudski (Gimnazjum im. 6. Pułku Piechoty Legionów Józefa Piłsudskiego).[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kałuszyn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. mapa.szukacz.pl, Kałuszyn - Informacje dodatkowe, abgerufen am 18. Juli 2008
  3. hier nach mapa.szukacz.pl, laut Website der Stadt, Zabytki miasta i gminy Kałuszyn. (Memento des Originals vom 18. Juni 2008 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kaluszyn.pl, abgerufen am 18. Juli 2008 erhielt der Ort 1718 erstmals das Stadtrecht verliehen
  4. Gimnazjum ist nicht die Entsprechung zum deutschen Gymnasium. Das wäre liceum