Kalkhoff

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Kalkhoff Bikes ist der deutsche Fahrradhersteller mit Sitz in Cloppenburg, der 1919 von Heinrich Kalkhoff als Familienunternehmen gegründet wurde.[1]

Kalkhoff Fahrrad aus alten Zeiten

Als zunächst kleine Werkstatt im elterlichen Haus wuchs das Unternehmen beständig. Bis 1939 wurden über 700.000 Rahmen für Fahrräder hergestellt. Der Krieg zwang das Unternehmen dann dazu, auf die Produktion von Rüstungsgütern umzustellen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fertigte man zunächst Alltagsgüter wie Anhänger, Dampfkessel und Ähnliches. Erst 1950 wurde die Fahrradproduktion wieder aufgenommen. Es wurden Fahrräder für den Freizeit- und Alltagsgebrauch produziert. Es kam in den 1950er Jahren zu einem Fahrradboom, zeitweise wurden 1200 Mitarbeiter beschäftigt. Die Tagesproduktion erreichte 5000 Rahmen. 1968 zog sich Heinrich Kalkhoff aus dem Unternehmen zurück und übergab seinen Söhnen die Geschäftsleitung. Verstärkte Konkurrenz aus dem Ausland bewirkte einen Einbruch, der in die Insolvenz führte. Nach dem Konkurs im Jahr 1986 wurde das Unternehmen 1989 durch die Derby Cycle Corporation Werke GmbH übernommen und wieder zu einem prosperierenden Unternehmen gemacht. Die Marke ist geschützt.[2]

Einen Schwerpunkt der Kalkhoff-Produktion bildet seit den 2010er Jahren die Entwicklung hochwertiger E-Bikes und Pedelecs, insbesondere aus der Agattu-Serie.

Kalkhoff Logo
Kalkhoff Tourenräder

1919–1923[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1919 begann der 16-jährige Heinrich Kalkhoff in seinem Cloppenburger Elternhaus mit Fahrradteilen zu handeln, ein Jahr später kamen Gebrauchträder hinzu. 1923 erfolgte die Produktion von eigenen Fahrradrahmen – ein neuer Fahrradhersteller war geboren.

1927–1936[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1927 verließ das erste komplette Fahrrad die Produktionsstätte. Neun Jahre später war Kalkhoff bereits ein weltweit agierendes Unternehmen. Bis dahin fertigten rund 40 Mitarbeiter etwa 250.000 Fahrräder. Aufgrund der politischen Ereignisse waren die Kalkhoff-Werke in der Kriegszeit gezwungen, Rüstungsgüter herzustellen.

1945–1968[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Kriegsende produzierte das Unternehmen zunächst nur fahrradfremde Industriegüter. Erst 1950 stand die Fahrradherstellung wieder im Mittelpunkt, die Tagesproduktion erreichte nun 5.000 Rahmen. Infolge des Nachfragebooms wurden 1970 ein weiteres Werk und ein neues Versandlager in Cloppenburg eröffnet. Zwei Jahre später verließ das fünfmillionste Rad die Kalkhoff-Werke.

1972–2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1972 verstarb Heinrich Kalkhoff. Seine drei Söhne Berthold, Karl und Heinz übernahmen die Geschäftsleitung. 1988 wurde Kalkhoff mit Gründung der Derby Cycle Werke Teil der internationalen Derby-Gruppe. Mit dem Start der E-Bike-Produktion 2007 begann das erfolgreichste Kapitel der jüngeren Kalkhoff-Geschichte. Als weitere Meilensteine folgten 2011 der Launch des eigenen Antriebssystems Impulse und der erfolgreiche Börsengang. Ein Jahr später wurde Derby Cycle vom niederländischen Pon Konzern übernommen.

2015 – heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Markenrelaunch 2015 festigte Kalkhoff seine Position als einer der führenden E-Bike-Anbieter Europas. Mit der umfassenden Modernisierung des Erscheinungsbildes einher ging die Vorstellung des Kalkhoff Integrale als erstes Großserien-E-Bike mit Mittelmotor und voll integrierter Batterie.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.kalkhoff-bikes.com/ Abgerufen am 9. Juli 2017
  2. Markenregister

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]