Karl Franz Klinke

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Karl Franz Klinke (* 11. September 1897 in Breslau; † 19. März 1972 in Düsseldorf) war ein deutscher Kinderarzt und Professor für Medizin. Er war Direktor der Kinderklinik der Medizinischen Akademie Düsseldorf. Im Jahr 1956 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klinke war im 1. Weltkrieg hoch dekorierter Offizier, studierte dann Medizin (Staatsexamen 1922). Promotion zum Dr. med. Seit 1922 Assistent bei Karl Stolte an der Universitäts-Kinderklinik Breslau (Poznan). Von 1926 bis 1928 als Rockefeller-Fellow am physiologisch-chemischen Institut bei Karl Spiro[1] in Basel tätig. Habilitation in Breslau 1927 über Fragen der Calciumforschung. Er schied aus politischen Gründen 1933 aus dem Universitätsdienst aus und arbeitete als niedergelassener Kinderarzt in Breslau. Im 2. Weltkrieg wurde Klinke erneut zum Kriegsdienst verpflichtet (führte eine Studentenkompanie), kam dann aber wieder als Dozent nach Breslau zurück. Zum 1. April 1944 wurde er auf den Lehrstuhl für Kinderheilkunde an der Universität Rostock berufen. Das Ordinariat hatte er bis 1947 inne, von 1947 bis 1951 amtierte er als Direktor der Kinderklinik der Charité in Berlin. Seit 1951 war er als Professor für Kinderheilkunde an der damaligen Medizinischen Akademie in Düsseldorf tätig. In Rostock folgte ihm 1948 als Ordinarius Karl Stolte [2][3].

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Mineralstoffwechsel: Psychologie u. Pathologie. Deuticke, Leipzig, Wien 1931
  • Ernährungsstörungen im Kindesalter. Urban & Schwarzenberg, Berlin, Wien 1934
  • Diagnose und Klinik der angeborenen Herzfehler. Thieme, Leipzig 1950

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Spiro, Lebenslauf. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  2. Joachim Wolff: Die Breslauer Universitäts-Kinderklinik. Geschichte und Einfluß auf die deutsche Kinderheilkunde. In: der kinderarzt. 15.(32.) Jahrgang, Nr. 1, 1984, S. 69–82.
  3. Karl Klinke, Lebenslauf. Abgerufen am 15. Februar 2017.