Karl Thiessen

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Karl Thiessen (* 5. Mai 1867 in Kiel; † 1945) war ein deutscher Komponist, Pianist und Musikschriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl Thiessen wurde als einziger Sohn eines Lederhändlers in Kiel geboren, wuchs jedoch in Meldorf auf, wo er zunächst die Volksschule und sodann das Gymnasium besuchte. Bereits im Jugendalter erhielt Thiessen Unterricht in Flöte, Klavier und Violine. 1888 schrieb er sich an der Großherzoglichen Musik- und Orchesterschule zu Weimar (der heutigen Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar) ein und wurde von deren Begründer und Leiter Carl Müllerhartung in Klavier und Kontrapunkt unterwiesen. Drei Jahre später ging Thiessen an die königliche Hochschule für Musik Würzburg und studierte hier Partiturspiel und Dirigieren bei Karl Kliebert (1849–1907), Musiktheorie bei Max Meyer-Olbersleben und Klavier bei van Zeyl. Nach Abschluss seiner Studien war er zunächst Chorleiter in Emden und Aurich, siedelte 1897 nach Zittau über und wurde dort Liedermeister der Liedertafel, Musiklehrer und Musikschriftsteller.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • op. 1: Fünf Lieder für Gesang und Klavier
  • op. 2: Drei Charakterstücke Humbug für Klavier
  • op. 3: Kinderszenen für Klavier
  • op. 4: Zwei Mädchenlieder für mittlere Singstimme und Klavier
  • op. 5: Sechs Walzer für Klavier vierhändig
  • op. 8: Waldeinsamkeit. Lied für gemischten Chor
  • op. 9: Traumbilder. Suite in 3 Sätzen für Streichorchester
  • op. 11: König Fialar. Symphonische Dichtung für großes Orchester
  • op. 13: Impromptus für Klavier
  • op. 15: Drei Männerchöre
  • op. 16: Tarantelle für Violine und Klavier
  • op. 17: Morgen für Männerchor (J. Resa)
  • op. 18: Romanze für Streichorchester und 4 Hörner
  • op. 19: Lockung für Frauenchor mit Klavier
  • op. 20: Skizzen. Vier Klavierstücke
  • op. 21: Drei Männerchöre im Volkston
    • Nr. 1: In der Fremde (B. Roquette)
    • Nr. 2: Das ist wohl eine alte Lehr‘ (Karl Stieler)
    • Nr. 3: Ungeduld (Rodenberg)
  • op. 22: Stimmungen. Drei Stücke für Violoncello und Klavier
  • op. 23: Neuer Frühling für 6-stimmigen gemischten Chor
  • op. 24: Deutsches Volkslied für Männerchor
  • op. 25: Reigen und Barcarole für Klavier
  • op. 27: Wegwart für gemischten Chor und Frauen-Soloterzett
  • op. 28: Sieben Mazurkas für Klavier
  • op. 30: Drei Charakterstücke für Klavier
  • op. 31: Zwei Phantasiestücke für 2 Klaviere
  • op. 32: Zehn Tanzbilder für Klavier vierhändig
  • op. 33: Fünf plattdeutsche Volkslieder für Frauenterzett
  • op. 34: Drei plattdeutsche Volkslieder für Frauenterzett (Klaus Groth)
  • op. 35: Berceuse, Menuett und Mazurka für Violine und Klavier

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Art. Karl Thiessen, in: Hermann Fey: Schleswig-Holsteinische Musiker. Ein Heimatbuch, Hamburg (Carl Holler) 1921, S. 113-117.