Karlheinz Bux

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Karlheinz Bux, 2018

Karlheinz Bux (* 20. August 1952 in Ulm) ist ein deutscher Zeichner und Bildhauer.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der künstlerische Werdegang von Karlheinz Bux begann 1972 bis 1977 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, wo er unter anderem ein Schüler von Herbert Kitzel war. Verschiedene Stipendien führten ihn nach Paris (1986/87 sowie 1992) und Basel (2004/05). Kunst- und Bau-Projekte realisierte er u. a. 1995 in Radolfzell (Wandrelief, Stahl, 780/110/5 cm) und 2005 in Karlsruhe (Lineamento Verticale, Stahlplastik, Höhe 18 m). 1991 verwirklichte er mit der Künstlerin Michaela Kölmel auf Einladung des ZKM Karlsruhe im Rahmen der MultiMediale 2[1] eine Rauminstallation zum Thema Licht. 1994/95 unterrichtete Karlheinz Bux als Lehrbeauftragter an der Hochschule Pforzheim Zeichnung, in den Jahren 2007/08 als Gastprofessor an der Hochschule in Mainz Grundlagen der Gestaltung. Er erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, so 2007 den Kunstpreis der Stadt Bühl für Zeichnung und 2015 den Kunstpreis der Stadt Schramberg. Im Jahre 2010 wurde er mit dem Forumkunst Preis des Regierungspräsidiums Karlsruhe ausgezeichnet.

Arbeiten des Künstlers befinden sich in Museums- und Privatsammlungen, u. a. im Besitz der Kunsthalle Karlsruhe sowie der Sammlung Würth.

Das zentrale bildnerische Mittel im künstlerischen Werk von Karlheinz Bux ist die Linie. In den zum Teil monumentalen plastischen Arbeiten betonen pulsierende Linienverläufe vorwiegend die Vertikale. Klarheit, Komplexität und Zeichenhaftigkeit bestimmen die in Stahl, Bronze und Holz ausgeführten Stelen und Wandreliefs. Die zeichnerischen Arbeiten werden vorzugsweise auf transparenten Materialien wie Glas und Folie ausgeführt. Grundlage der Folien- und Glasarbeiten sind Fotovorlagen, die durch Überlagerung und lineare Bearbeitung verwandelt werden. Es entsteht eine vielschichtige Bildrealität, die zahlreiche Deutungsmöglichkeiten erlaubt.

Arbeit (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018 - Linie, Galerie Rottloff Karlsruhe[2]
  • 2018 - FUX, Luis Leu Karlsruhe (mit Sabine Funke)[3]
  • 2018 - über Linie…, Städtische Galerie Tuttlingen[4]
  • 2017 - Museum für aktuelle Kunst - Sammlung Hurrle Durbach (mit R.Nepita)[5]
  • 2016 - Tiefe Gründe, Galerie Rottloff Karlsruhe[6]
  • 2014 - Schläfer, Galerie Rottloff Karlsruhe[7]
  • 2010 - Der Radar des Zeichners, Kunstverein Rastatt
  • 2005 - Ississippi, Fondation Bartels Basel
  • 1992 - Gesellschaft der Freunde junger Kunst, Baden-Baden
  • 1985 - studio f, Ulm[8]
  • 1984 - Institut Unzeit, Berlin
  • 1978 - Ulmer Museum (Studio), Ulm
  • 1977 - Werkstatt Galerie, Vienna

Gruppenausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019 - die erde und ihre schraffur im prioritätenstreit, Kunstverein Pforzheim[9]
  • 2018 - Vertikal, Gesellschaft für Kunst und Gestaltung Bonn[10]
  • 2011 - Waldeslust, Kunsthalle Würth Schwäbisch Hall[11]
  • 2008 - Modelle – Materialisierung von Konzepten, Deutscher Künstlerbund Berlin[12]
  • 2004 - Kunst seit 1960, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
  • 2001 - Retour de Paris, Schloss Solitude Stuttgart
  • 1996 - Zeichnen, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
  • 1993 - Kunst der Neunziger Jahre, Badischer Kunstverein Karlsruhe[13]
  • 1991 - MultiMediale 2, ZKM Karlsruhe[1]
  • 1987 - Divergences-Convergences, Goethe Institute Paris und Lyon

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Clemens Ottnad, Wolfgang Blumers: Was bleibt: Konzepte für den Umgang mit Künstlernachlässen ; Symposium des Künstlerbundes Baden-Württemberg. Modo-Verlag, Freiburg i. Br. 2015, ISBN 978-3-86833-170-7.
  • Kei Müller-Jensen: Karlheinz Bux, Schläfer. Galerie Rottloff, Karlsruhe, 2014.
  • Urs Heinz Aerni, Magdalena Kauz: Der Fluss: unbekümmert: 10 Jahre Stiftung Bartels Fondation „Zum Kleinen Markgräflerhof“ Basel. Modo Verlag, Freiburg im Breisgau 2014, ISBN 978-3-86833-153-0.
  • Kunsthalle Würth (Hrsg.): Waldeslust – Bäume und Wald in Bildern und Skulpturen der Sammlung Würth. Schwäbisch Hall, 2011.
  • Michael Hübl: Der Radar des Zeichners. Karlsruhe 2011.
  • Fondation Bartels (Hrsg.): Ississippi – Baselzeichnungen. Basel 2005.
  • Siegmar Holsten: Neuerwerbungen zeitgenössischer Kunst 1995–2004 / Staatliche Kunsthalle Karlsruhe: Malerei und Skulptur seit 1960. Staatliche Kunsthalle, Heidelberg 2004, ISBN 3-936636-40-0.
  • Dirk Teuber: Werke im öffentlichen Raum. Karlsruhe 1996.
  • Dirk Teuber: Skulptur-Zeichnung. Galerie Rottloff, Karlsruhe 1995.
  • Nike Bätzner: Gesellschaft der Freunde junger Kunst. Baden-Baden, 1992.
  • Michael Hübl: Rauminstallation/Waschstände. MultiMediale 2, Karlsruhe 1992.
  • Heinrich Klotz (Hrsg.): MultiMediale 2: Festival 28.5. – 2.6.1991 ; Ausstellungen 28.5. – 7.7.1991 Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe 1991, ISBN 3-928201-01-8.
  • Michael-Peter Schiltsky: Divergences-Convergences. Une exposition. Goethe-Institut, Paris 1986.
  • Thomas Wulffen: Kunstforum International. Video - 20 Jahre später. In: Cross Culture. Band 77/78, Nr. 9–10, 1985.
  • Carola Grünberger: Bux, Karlheinz. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 15, Saur, München u. a. 1996, ISBN 3-598-22755-8, S. 396.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Michael Hübl: Rauminstallation Multimediale 2. Karlheinz Bux, Michaela Kölmel. ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe 1991, S. 29 (Abgerufen am 27. Februar 2015).@1@2Vorlage:Toter Link/zkm.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  2. Exhibition Karlheinz Bux Linie.
  3. FUX at Luis Leu Karlsruhe.
  4. über Linie - Zeichnung und Plastik im Dialog.
  5. REIHE "PROFILE IN DER KUNST AM OBERRHEIN". Abgerufen am 30. Januar 2017.
  6. Tiefe Gründe". Abgerufen am 30. Januar 2017.
  7. Karlheinz Bux „Schläfer“. Abgerufen am 30. Januar 2017.
  8. Biografie in Bildern. Abgerufen am 27. Januar 2017.
  9. Flyer.
  10. Vertikal GKG Bonn.
  11. Besprechung im Doppelpack: Katalog und Ausstellung »Waldeslust – Bäume und Wald in Bildern und Skulpturen der Sammlung Würth«, Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall, bis 15. April 2012. Abgerufen am 27. Februar 2015.
  12. Modelle - Materialisierung von Konzepten. Archiviert vom Original am 2. April 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kuenstlerbund.de Abgerufen am 27. Februar 2015.
  13. Karlheinz Bux: Kunst der Neunziger Jahre und Jubiläumsausstellung 175 Jahre Badischer Kunstverein, Aktuelle Kunst in Karlsruhe und Baden. Badischer Kunstverein Zugang, 1993 (Abgerufen am 27. Februar 2015): „69 Badischer Kunstverein Zugang 2004-80 Nr. 14 (1–2).“