Sammlung Würth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schwäbisch Hall, Kunsthalle Würth, Plastik von Niki de Saint Phalle

Die Sammlung Würth, angelegt von dem Unternehmer Reinhold Würth, ist eine der größten und bedeutendsten Privatsammlungen von Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Deutschland. Sie umfasst über 15.000 Werke, insbesondere der klassischen Moderne, aber auch der Renaissance.[1]

Die Bestände reichen von altdeutschen Gemälden über Carl Spitzweg zu Roy Lichtenstein, Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Antonius Höckelmann und Gerhard Richter. Ein Schwerpunkt liegt im Expressionismus mit Werken u. a. von Edvard Munch, Ernst Ludwig Kirchner, Gabriele Münter, Emil Nolde und Max Beckmann.

Daneben umfasst sie die aus den Fürstlich Fürstenbergischen Sammlungen von Heinrich zu Fürstenberg erworbenen altdeutschen Gemälde des 15./16. Jahrhunderts, die in der Johanniterhalle in Schwäbisch Hall gezeigt werden. Die Bilder werden unter anderem im Museum Würth in Künzelsau, im Kulturforum Würth Chur sowie in der Kunsthalle Würth und in der Johanniterhalle gezeigt. Am 27. Januar 2008 wurde im Industriegebiet von Erstein das Musée Würth France Erstein eröffnet. Es zeigt auf zwei Etagen eine Auswahl bildnerischer und plastischer Arbeiten aus der Sammlung Würth. Erstein ist ein Ausstellungsort der Experimentelle.

Daneben enthält die Sammlung die so genannte Kunstkammer Würth mit Kleinskulpturen des 17. und 18. Jahrhunderts (2006–2009 im Bodemuseum in Berlin ausgestellt), eine Weihnachtskrippen-Sammlung sowie eine Sammlung historischer Kfz-Mechaniker-Werkzeuge und Kfz-Ersatzteile.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karin von Maur: Von Spitzweg bis Baselitz. Streifzüge durch die Sammlung Würth. Swiridoff, Künzelsau 2005, ISBN 3-89929-046-1
  • Werner Spies: Liebe auf den ersten Blick. Hundert Neuerwerbungen der Sammlung Würth. Swiridoff, Künzelsau 2007, ISBN 978-3-89929-111-7
  • Beate Elsen-Schwedler, ‎Michael Eissenhauer, ‎C. Sylvia Weber (Hrsg.): Von Hockney bis Holbein. Die Sammlung Würth in Berlin, Swiridoff, Künzelsau 2015 (Katalog zur Ausstellung im Martin-Gropius-Bau).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sammlung Würth. Abgerufen am 17. Juli 2011.