Katja Bienert

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Katja Bienert (* 1. September 1966 in West-Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin, Autorin und Produzentin. Zudem schreibt sie Drehbücher zu selbst erdachten Geschichten, ist Fernsehmoderatorin in Berlin und in Events eingebunden.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bienert kam über ihre Mutter Evelyn Gutkind-Bienert, die selbst Schauspielerin und Stuntgirl war und ihr Management übernahm, zur Schauspielerei. Ihre erste Filmrolle hatte sie mit zwölf Jahren in einem deutschen Erotikfilm des Produzenten Karl Spiehs, Die Schulmädchen vom Treffpunkt Zoo, unter der Regie von Walter Boos. Er kam 1979 in die deutschen Kinos und 1980 durch UFA-Video in die deutschen Videotheken.

Zwischen 1980 und 1983 spielte sie seit Die nackten Superhexen vom Rio Amore Hauptrollen in mehreren Filmen des spanischen Regisseurs Jess Franco, darunter Francos dritte Eugenie-Verfilmung (in Deutschland unter dem Titel Lolita am Scheideweg veröffentlicht) nach de Sades Die Philosophie im Boudoir. Danach beendete sie die Schule und machte Abitur. Es folgte eine Karriere beim Fernsehen, seitdem spielte sie in 25 Filmen und Fernsehserien wie Schloß Pompon Rouge mit. Zum Fernsehen ging sie, weil ihr die Produktionen im Ausland und die vielen Reisen zu stressig waren. Erst in den letzten Jahren fing sie wieder an, im Ausland und fürs Kino zu drehen.

Sie ist Mitglied der Gator Group, einem Zusammenschluss von Autoren, Regisseuren, Schauspielerinnen und Schauspielern, die gemeinsam Low-Budget-Videoprojekte planen und dann auch realisieren. Sie leitet zusammen mit Ingrid Littmann und Michael Huck die Berliner Produktion.

Seit Oktober 2016 lebt sie in den USA. Nachdem Bienert zeitweise als vermisst galt, stellte sich heraus, dass sie am 24. März 2017 verhaftet wurde. Ihr wird u.a. Hausfriedensbruch vorgeworfen, zudem wurde ein abgelaufenes Visum festgestellt. Sie befindet sich im Eloy Detention Center, einem Gefängnis der Einwanderungsbehörde (Stand Mai 2017).[1] [2]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • No More Miracles, Text: Katja Bienert, Musik: Bert Hilby

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1979: Die Schulmädchen vom Treffpunkt Zoo; Regie: Walter Boos
  • 1979: Kenn’ ich, weiß ich, war ich schon!; Regie: Monica Teuber
  • 1979: Fabian; Regie: Wolf Gremm
  • 1980: Derrick (Fernsehserie) – Episode Dem Mörder eine Kerze; Regie: Dietrich Haugk
  • 1980: Schulmädchen-Report. 13. Teil: Vergiß beim Sex die Liebe nicht; Regie: Walter Boos
  • 1980: Die nackten Superhexen vom Rio Amore; Regie: Jess Franco
  • 1980: Lolita am Scheideweg; Regie: Jess Franco
  • 1981: El Lago de las vírgenes; Regie: Jess Franco
  • 1983: Diamonds of Kilimandjaro; Regie: Jess Franco
  • 1983: Lilian (la virgen pervertida); Regie: Jess Franco
  • 1984: Tod eines Schaustellers (TV); Regie: Dietrich Haugk
  • 1987: Praxis Bülowbogen (Fernsehserie) – 1. Staffel
  • 1991: Schloss Pompon Rouge (Fernsehserie)
  • 1992: Gute Zeiten, schlechte Zeiten (Daily Soap) – Folgen 82 & 83
  • 1995: Komödienstadel (TV) – Die Wadlbeißer von Traxlbach; Regie: Erich Neureuther
  • 1996: Unhappy End – Episode 13 Der Kidnapper; Regie: Michael Huck
  • 1998: Polizeiruf 110: Discokiller (Fernsehreihe); Regie: Marco Serafini
  • 1998: Federmann (TV); Regie: Christian Diedrichs
  • 2000: Dämonenbrut; Regie: Andreas Bethmann
  • 2001: Unhappy End – Episode 15 Immer Vollmond; Regie: Katja Bienert
  • 2001: Unhappy End – Episode 14 Principe Azzurro; Regie: Michael Huck & Daniela Kruschwitz
  • 2002: Killer Barbys vs. Dracula; Regie: Jess Franco
  • 2007: Pure Fear (Teaser); Regie: Renato Novakovic
  • 2013: Goodbye Erwin Braddog; Regie: Christian Witte[3]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schauspielerin („Praxis Bülowbogen“) seit April vermisst - Deutsche sitzt im Abschiebe-Knast in den USA. (bild.de [abgerufen am 5. Mai 2017]).
  2. „Die Liebe hat mich in den Knast gebracht“ Berliner Kurier vom 12. Mai 2017, abgerufen am 14. Mai 2017
  3. Cast. Abgerufen am 4. Mai 2017.