Kaymak

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kaymak (Begriffsklärung) aufgeführt.
Kaymak der Türkei

Kaymak oder auch Kajmak oder Vrhnje ist ein Milchprodukt aus Kuhmilch, die nach dem Melken erhitzt wird. Die beim Erhitzen entstehende Oberschicht aus Rahm wird dann in mehreren Schritten abgeschöpft.

Es handelt sich im eigentlichen Sinne um Schichtsahne. Sie wird kühl gelagert als Imbiss oder Beilage verwendet, sowohl für Süßigkeiten wie Baklava als auch für deftige Gerichte wie Ćevapi. Auf Märkten kann man handwerklich hergestellten Kaymak kaufen, er wird aber auch industriell hergestellt und abgepackt.

Der Begriff kommt aus dem Alttürkischen und bedeutet auf der Oberfläche von erhitzter Milch schwimmende fettreiche Substanz.[1] Im Griechischen bezeichnet das Fremdwort Kaymaki einerseits die Schichtsahne, aber auch Milchschaum im Allgemeinen.

Kaymak wird sowohl in der Küche der Türkei und in einigen Nationalküchen des Balkans als auch in verschiedenen Ländern des Orients und des Nahen Ostens verwendet.

Karl Ludwig Freiherr von Stürmer (1792-1853)[2] hielt sich 1816 während einer Reise nach Konstantinopel im bulgarischen Ajtos (damals Teil des Osmanischen Reichs) auf. Dort wurde ihm in einer Schenke eine Eierspeise vorgesetzt, die er wie folgt beschreibt: "Es wurde eine Reissuppe aufgetragen; hierauf eine Eyerspeise, die ich so vortrefflich fand, daß ich glaubte die Ursache hievon könne nicht bloß subjektiv in meinem Heißhunger, sondern müsse auch objektiv in einer besonderen Zubereitungsart gegründet seyn. Ich erkundigte mich darnach; man gab mir zur Antwort, daß man statt der Butter, wie es sonst zu geschehen pflegt, Kaimac dazu genommen habe. Dieß ist eine durch langes Kochen - ich glaube von 20 Stunden - so verdichtete Milch, daß sie sich schneiden läßt. Man genießt sie auch sonst mit Zucker und andern Ingredienzien."[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kaymak in einem türkischen etymologischen Wörterbuch
  2. Deutsche Biographie: Stürmer, Karl Freiherr von - Deutsche Biographie. Abgerufen am 5. Oktober 2017 (deutsch).
  3. Ludwig Freiherr von Stürmer: Skizzen einer Reise nach Konstantinopel in den letzten Monathen des Jahres 1816. Hrsg.: Joseph Goluchowksi. Konrad Adolph Hartleben, Pesth (Budapest) 1817, S. 184 (google.de).