Kedrowy (Tomsk)

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Stadt
Kedrowy
Кедровый
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Sibirien
Oblast Tomsk
Stadtkreis Kedrowy
Bürgermeister Leonid Swaritsch
Gegründet 1982
Stadt seit 1987
Fläche 490 km²
Bevölkerung 2451 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 5 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 85 m
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahl (+7) 38250
Postleitzahl 636615
Kfz-Kennzeichen 70
OKATO 69 407
Website kedradm.tomsk.ru
Geographische Lage
Koordinaten 57° 34′ N, 79° 34′ OKoordinaten: 57° 34′ 0″ N, 79° 34′ 0″ O
Kedrowy (Tomsk) (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Kedrowy (Tomsk) (Oblast Tomsk)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Tomsk
Liste der Städte in Russland

Kedrowy (russisch Кедровый) ist eine Kleinstadt in der Oblast Tomsk (Russland) mit 2451 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im Südosten des Westsibirischen Tieflandes etwa 350 km nordwestlich der Oblasthauptstadt Tomsk, am Fluss Tschusik, dem linken Quellfluss des wiederum in den Ob mündenden Parabel.

Die Stadt Kedrowy ist der Oblast administrativ direkt unterstellt. Sie ist vom Territorium des Rajons Parabel umgeben, zu dem sie jedoch nicht gehört. Von der Stadt werden sechs Dörfer (Kalininsk, Luschnikowo, Ostanino, Pudino, Rogaljowo, Tawanga) mit zusammen 2125 Einwohnern verwaltet, sodass die Gesamtbevölkerung der administrativen Einheit „Stadt Kedrowy“ 4737 beträgt (Berechnung 2009).

Nach Kedrowy besteht keine ganzjährige feste Straßenverbindung. Nur im Winter ist es über Pisten teilweise auf dem Eis der Flüsse mit Straßenfahrzeugen von der in 150 Kilometer Entfernung vorbeiführenden Regionalstraße R399 erreichbar. Die Stadt hat einen kleinen Flughafen, der unregelmäßig angeflogen wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kedrowy entstand 1982 als Erdölarbeitersiedlung. Der 1986 gegebene Name ist vom russischen Wort kedr (wörtlich Zeder, gemeint ist die Sibirische Zirbelkiefer) abgeleitet. 1987 erhielt der Ort Stadtrecht. Die Erwartungen an die Entwicklung der Erdölförderung in diesem Gebiet erfüllten sich bislang hauptsächlich wegen der infrastrukturell ungünstigen Lage nicht, sodass die Bevölkerungsentwicklung im Gegensatz zu vielen anderen Städten im Westsibirischen Tiefland stagnierte.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1989 1998
2002 3052
2010 2451

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kedrowy ist Zentrum des Erdöl- und Erdgasfördergebietes Pudino, welches durch die Firma Luginezneft (gehört zu Rosneft) ausgebeutet wird. Daneben wird Forstwirtschaft betrieben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kedrowy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien