Nationalpark Zuid-Kennemerland

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Nationalpark Zuid-Kennemerland
Dünenlandschaft im Nationalpark
Dünenlandschaft im Nationalpark
Nationalpark Zuid-Kennemerland (Niederlande)
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Koordinaten: 52° 25′ 0″ N, 4° 35′ 0″ O
Lage: Niederlande
Fläche: 38 km²
Gründung: 1995
Karte des Nationalparks
Karte des Nationalparks
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Zuid-Kennemerland (auch Kennemerduin) ist ein Nationalpark an der niederländischen Nordseeküste westlich der Stadt Haarlem in der Provinz Nord-Holland. Der Nationalpark zeichnet sich durch eine naturbelassene Dünenlandschaft aus und liegt im Gebiet der Gemeinden Velsen, Bloemendaal und Zandvoort.

Unterschutzstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nationalpark in seiner jetzigen Ausdehnung wurde 1995 unter Schutz gestellt und umfasst eine Fläche von 38 km². Das Landschaftsbild ist durch hohe Dünen geprägt. Es kommen aber auch Wälder mit einem alten Eichenbestand und Dünenseen mit reichem Vogelbestand vor. Aufgrund der Trinkwassergewinnung trocknete das Gebiet zunächst immer mehr aus, bis die Wassergewinnung im Jahr 2003 eingestellt wurde[1].

Pflegemaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um den Dünenbewuchs in seinem Zustand zu erhalten, werden Konikpferde, Shetlandponys und Schottische Hochlandrinder zur Beweidung eingesetzt. Andere Bereiche müssen zu diesem Zweck gemäht und von der Traubenkirsche frei gehalten werden.

Tier- und Pflanzenwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seltene Pflanzenarten wie Herzblatt und Orchideen sind im Nationalpark vorzufinden. Weitere typische Pflanzenarten in Meeresnähe sind die Strandwinde und Stranddistel. Seltenere Tierarten sind u. a. die Zauneidechse, die Kreuzkröte und die Nachtigall.[1] Auch Bienenfresser haben hier bereits einen Brutversuch unternommen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Küstenbatterie Heerenduin, IJmuiden an Zee

In Teilen des Nationalparks wurden archäologische Funde einer frühen Besiedlung des Gebiets gemacht.

Im Norden bei IJmuiden an Zee, einem Ortsteil von Velsen, wurden während des Zweiten Weltkriegs von der Organisation Todt im Auftrag der deutschen Wehrmacht zahlreiche Bunker für den Atlantikwall errichtet. Die Ruinen, wie z. B. die Heerenduinbunker, sind heute teilweise Rijksmonumente, können betreten werden und in IJmuiden gibt es ein Bunkermuseum.

In den Dünen bei Bloemendaal wurden an verschiedenen Stellen während des Zweiten Weltkriegs insgesamt 422 Niederländer wegen Widerstandshandlungen durch die deutsche Besatzungsmacht hingerichtet. 372 Opfer wurden auf den dazu neu errichteten Ehrenfriedhof Bloemendaal umgebettet und an den Hinrichtungsplätzen erinnern Gedenksteine an die Taten.[3]

Nationaal Park Zuid-Kennemerland

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hinweise auf der Homepage des Parks, holländisch
  2. Bericht über einen Brutversuch des Bienenfressers, abgerufen am 18. Oktober 2014
  3. De Eerebegraafplaats te Bloemendaal, abgerufen 17. Februar 2016