Klaus Prange

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Klaus Prange (* 3. Januar 1939; † 29. Juni 2019)[1] war ein deutscher Erziehungswissenschaftler. Er studierte u. a. bei Werner Loch. Seine Arbeitsschwerpunkte waren die Allgemeine Pädagogik, die Allgemeine Didaktik und die Didaktik der Pädagogik. Er war der Begründer einer operativen Pädagogik, die davon ausgeht, dass die Grundlage der Erziehung in pädagogischen Operationen besteht, deren Kern das Zeigen ist.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus Prange studierte die Fächer Deutsch, Englisch, Philosophie und Pädagogik und war anschließend als Gymnasiallehrer tätig – unter anderem an der Kieler Ricarda-Huch-Schule –, bevor er schließlich einem Ruf an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel folgte. Von 1985 bis 1989 war er Hochschullehrer in Bayreuth.

Sein 1985 erschienenes Buch Erziehung zur Anthroposophie enthält eine harsche Kritik der Waldorfpädagogik, die Prange für irrational, fantastisch und unwissenschaftlich hält: „Seit 1919 steht mit der Waldorfschule eine Vorschule der Geheimschulung bereit, in der die Schüler sich von der ‚geliebten Autorität‘ leiten lassen, erfüllt von ‚devotionellen Gefühlen‘, ohne die es kein Weiterkommen auf der Geisterbahn des Geheimwissens gibt“.[2]

Zu seinen bedeutendsten Leistungen zählt das Nachdenken über die Aporien einer Pädagogik, die sich mit der Erziehung einen Begriff zum zentralen Gegenstand macht, der ihr selbst suspekt ist, nachdem sie ihm einen autoritären Beigeschmack und eine Belastung mit Tendenzen von Entwürdigung, Unterdrückung, Entmündigung, Gängelung und Engstirnigkeit zugeschrieben hat.[3]

Von 1989 bis 2003 lehrte Prange an der Eberhard Karls Universität Tübingen und ab 2004 als Honorarprofessor an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.[4]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufsätze und Buchkapitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erziehung als Handwerk. In: Karin Priem, Gudrun M. König (Hrsg.): Die Materialität der Erziehung. Kulturelle und soziale Aspekte pädagogischer Objekte. Beltz, Weinheim u. a. 2012, S. 81–91 (pedocs.de [PDF]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gedenkseite von Klaus Prange. Abgerufen am 24. Juli 2019.
  2. Klaus Prange: Erziehung zur Anthroposophie: Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2000, ISBN 978-3-7815-1089-0, S. 93.
  3. Klaus Prange: Plädoyer für Erziehung
  4. Pädagoge Klaus Prange zum Honorarprofessor ernannt. In: Pressedienst. Universität Oldenburg, 5. November 2004, abgerufen am 12. Januar 2017.