Klaus Wittkugel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Klaus Wittkugel (* 17. Oktober 1910 in Kiel; † 19. September 1985 in Berlin) war einer der bedeutendsten Gebrauchsgrafiker und Plakatkünstler der DDR und langjähriger Professor an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Porträt Wittkugels, 1985
Die Schrift auf dem Café Moskau wurde von Klaus Wittkugel gestaltet.
Grab von Klaus Wittkugel auf dem Waldfriedhof von Schöneiche bei Berlin mit von ihm gestalteten Grabstein.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Kaufmannsausbildung in Hamburg von 1927 bis 1929 studierte Klaus Wittkugel bis 1932 an der Folkwangschule in Essen, wo er Meisterschüler von Max Burchartz war. Nach dem Ende des Studiums zog er nach Berlin und arbeitete bis 1935 als Gebrauchsgrafiker in einem Warenhauskonzern. Von 1935 bis 1937 leitete er das Atelier einer Berliner Werbeagentur. Anschließend war er bis zur Einberufung zum Kriegsdienst 1939 freischaffend in Berlin tätig.

Nach Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft war Klaus Wittkugel 1945 bis 1949 Gebrauchsgrafiker in der Zentrale für Handel und Versorgung. Im Anschluss bis 1952 war er Chefgrafiker im Amt für Information. Bereits seit 1949 arbeitete Klaus Wittkugel als Dozent an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin und ab 1952 bis zu seiner Emeritierung 1975 als Professor. Wohnraum hatte er in der sogenannten Intelligenzsiedlung in Berlin-Schönholz, zu der auch die Straße 201 gehört.[1]

1950 war er Gründungsmitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR, erster Vorsitzender der Sektion Gebrauchsgrafik und ab 1984 Ehrenmitglied. Ab 1961 war Klaus Wittkugel Mitglied, von 1968 bis 1974 Vizepräsident der Akademie der Künste.

Als Mitglied des künstlerischen Beirats der Briefmarkenkommission des Ministeriums für Post und Fernmeldewesens der DDR war Klaus Wittkugel bei der Gestaltung zahlreicher Briefmarken beteiligt. Klaus Wittkugel entwarf eine Reihe von Bucheinbänden und Umschlägen von Büchern.[2]

Sein Nachlass wird durch die Akademie der Künste verwaltet.

Die letzte Ruhe fand er auf einem Pankower Friedhof. Das Grab wurde in den 2000er Jahren nach Schöneiche umgebettet.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plakate

Gebrauchsgrafik

Münzen (Staatsbank der DDR)

Briefmarken

Filmographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu seinem 50. Geburtstag erhielt Klaus Wittkugel den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.max-lingner-stiftung.de/intelligenzsiedlung
  2. z. B. für Lagin, I. Lazar: Patent A. V., Volk und Welt, Berlin 1949., weitere Beispiele bei ZVAB, weitere
  3. Erhard Frommhold: Klaus Wittkugel, VEB Verlag der Kunst, Dresden 1979, Seite 236
  4. Ausstellungskatalog Klaus Wittkugel - Plakat, Buch, Ausstellung, Packung, Marke, VBK der DDR, 1961, hinterer Klappentext mit Werkverzeichnis
  5. Erhard Frommhold: Klaus Wittkugel, VEB Verlag der Kunst, Dresden 1979, Seite 236

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Wittkugel. Verband bildender Künstler Deutschlands (Hrsg.): Plakat Buch Ausstellung Packung Marke. 1961
  • Heinz Wolf: Künstler der Gegenwart – Klaus Wittkugel. 1964. Schriftenreihe der AdK
  • Erhard Frommhold: Klaus Wittkugel. Fotografie, Gebrauchsgrafik, Plakat, Ausstellung, Zeichen. Verlag der Kunst, Dresden 1979.
  • Hans-Jürgen Tast: Zum 100. Geburtstag von Klaus Wittkugel. Turnfest-Ausgabe von Wittkugel. Einer der wichtigsten Grafiker der frühen DDR, in „DBZ“ (Alfeld), ISSN 1438-2830, Nr. 20, 24. Sept. 2010, S. 1 u. 66, 3 Farb-Abb.
  • Bernd-Rainer BarthWittkugel, Klaus. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 2, Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klaus Wittkugel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien