Koeffizient

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Koeffizient ((neu)lat. coefficiens/coëfficiens, eine Substantivierung des PPA von lat. coefficere „mitwirken“, gebildet von Franciscus Vieta), auch Beizahl oder Vorzahl genannt, ist eine zu einem anderen rechnerischen Ausdruck als Faktor hinzugefügte Zahl oder Variable. Der Koeffizient kann ein Parameter oder eine Kennzahl (Physik, Ökonomie) sein. In der Analysis tritt er in Monomen auf.

Mathematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Mathematik ist ein Koeffizient ein Faktor, der zu einem bestimmten Objekt wie einer Variablen oder einem Basisvektor gehört. Normalerweise werden Objekte und Koeffizienten in der gleichen Reihenfolge indiziert, sodass sich Ausdrücke wie

ergeben, mit als dem Koeffizienten der Variablen für jedes

Einfaches Beispiel: Der Koeffizient des Terms ist .

Beispiele für wichtige mathematische Koeffizienten:

Physik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Physik ist ein Koeffizient meist, aber nicht immer, eine dimensionslose Größe, die eine Eigenschaft bestimmter Materialien, Körper oder Systeme beschreibt. In älterer technischer Literatur werden Koeffizienten auch Beiwerte genannt. Beispiele:

Es wird bei weitem nicht jede dimensionslose physikalische Konstante als Koeffizient bezeichnet. Gegenbeispiele:

Beispiele für dimensionsbehaftete Koeffizienten:

Chemie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stöchiometrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stöchiometrie gibt der stöchiometrische Koeffizient in einer Reaktionsgleichung an, wie viele Teilchen bzw. Mol eines Stoffes mit wie vielen Teilchen bzw. Mol anderer Stoffe reagieren. Ist der Koeffizient 1, wird er weggelassen.

Beispiel (Knallgasreaktion):
Wasserstoff und Wasser haben den stöchiometrischen Koeffizienten 2, weil
  • 2 Wasserstoffmoleküle mit einem Sauerstoffmolekül zu 2 Wassermolekülen reagieren
  • 2 Mol Wasserstoff mit einem Mol Sauerstoff zu 2 Mol Wasser reagieren.

Physikalische Chemie und Biochemie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bindungskoeffizient (synonym Koeffizient bevorzugter Wechselwirkung, englisch preferential interaction coefficient)

Sport

In sportlichen Verbänden wie z.B. der UEFA gibt es ebenfalls Koeffizienten, welche Klubs oder Mannschafften anhand dessen bisherigen Erfolg bewerten.