Kollumerland en Nieuwkruisland

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Gemeinde Kollumerland en Nieuwkruisland
Flagge der Gemeinde Kollumerland en Nieuwkruisland
Flagge
Wappen der Gemeinde Kollumerland en Nieuwkruisland
Wappen
Provinz Friesland
Bürgermeister Bearn Bilker
Sitz der Gemeinde Kollum
Fläche
 – Land
 – Wasser
116,35 km²
109,95 km²
6,40 km²
CBS-Code 0079
Einwohner 12.780 (1. Apr. 2016[1])
Bevölkerungsdichte 110 Einwohner/km²
Koordinaten 53° 17′ N, 6° 9′ OKoordinaten: 53° 17′ N, 6° 9′ O
Vorwahl 0511, 0594
Postleitzahlen 9291–9299, 9851–9853
Website www.kollumerland.nl
Lage von Kollumerland en Nieuwkruisland in den Niederlanden

Kollumerland en Nieuwkruisland ( anhören?/i) (auch: Kollumerland c.a., friesisch: Kollumerlân, Nedersaksisch: Kölmerland en Nijkruusland) ist eine Gemeinde der Provinz Friesland (Niederlande). Sie hat 12.780 Einwohner (Stand: 1. April 2016).

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verwaltungssitz ist das große Dorf Kollum, das etwa 5.600 Einwohner hat. Andere Orte in der Gemeinde sind (in Klammern der friesische Name, falls dieser stark vom niederländischen abweicht, die etwaige Einwohnerzahl (2006), sowie ein K, wenn das Dorf eine sehenswert Kirche hat, und ein M, wenn dort eine schöne, alte Windmühle ist):

  • Augsbuurt oder: Lutjewoud (Lytsewâld; 75; K)
  • Burum (Boerum; 625; M)
  • Kollumerpomp (De Pomp; 500)
  • Kollumerzwaag (Kollumersweach; 3.100; K)
  • Munnekezijl (Muntsjesyl; 500)
  • Oudwoude (Aldwâld; 850; K)
  • Triemen (350; K)
  • Veenklooster (100)
  • Warfstermolen (200)
  • Westergeest (600; K)
  • Zwagerbosch (Sweagerbosk; 600).

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im äußersten Nordosten der Provinz und grenzt an die Provinz Groningen. In einigen Dörfern wird auch kein Friesisch gesprochen, sondern eine dem Groningsch verwandte niedersächsische Mundart, darunter das Kollumerpompsters in Kollumerpomp. Außerhalb der Gemeinde, etwa 3,5 km südlich von Kollum, liegt der Kleinbahnhof Buitenpost an der Eisenbahnlinie Groningen - Leeuwarden. Eine gute Straße verbindet Kollum mit dem 14 km nordwestlich gelegenen Dokkum, und nach Süden mit der Fernstraße zwischen Groningen und Leeuwarden, die aber keine Autobahn ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kollum entstand bereits im frühen Mittelalter. Es war im 11. - 13. Jahrhundert eine Siedlung entlang eines Deiches im Moor. Allmählich wurde das Moor urbar gemacht und in Acker- und Weideland umgewandelt. Im 17. Jahrhundert wurde für die Schifffahrt ein Kanal von Dokkum zum Wattenmeer gegraben. Dieser Kanal lief durch Kollum, was dem Dorf 150 Jahre lang wirtschaftliche Blüte durch Handel und Schifffahrt brachte.
  • Kollumerzwaag wurde 1443 erstmals urkundlich erwähnt. Zwaag, Friesisch: sweach, ist ein altes Wort für : Wiese.
  • Bei Veenklooster gab es im 12. Jahrhundert ein Kloster der Prämonstratenser-Chorherren. Dieses Kloster wurde nach der Reformation im 16. Jahrhundert aufgelöst. An seiner Stelle wurde 1646 der Herrensitz Fogelsanghstate erbaut.
  • Im Jahr 1580 wurde der Polder Nieuw-Kruisland eingedeicht. In diesem neuen Land entstanden die Dörfer Kollumerpomp, Munnekezijl und Warfstermolen. Am alten Seedeich, der zur Verteidigung gegen das Meerwasser nicht mehr nötig war, entstand Warfstermolen. Landeinwärts gab es bis ins 18. Jahrhundert eine karge Heidelandschaft, die ebenfalls urbar gemacht wurde; hier entstand u. a. De Triemen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese konzentrieren sich im winzigen Veenklooster. Dort gibt es:

  • das Herrenhaus Fogelsanghstate, das mit Möbeln, Bildern usw. aus dem 18. und 19. Jahrhundert ausgestattet ist. Auch besitzt das Haus eine schöne Sammlung Porzellan aus dem frühen 19. Jahrhundert. Es ist im Privatbesitz des bekannten Adelsgeschlechtes Van Harinxma thoe Slooten. Diese Familie hat das schöne Haus einer Stiftung zur Verfügung gestellt, die es von Anfang Mai bis Ende Oktober zur Besichtigung offenstellt. Der Landsitz wird von einem sehr schönen Park (Landschaftsstil, 19. Jahrhundert) umgeben. Dieser Park zieht jährlich Tausende von Liebhabern der historischen Gartenkultur heran.
  • ein Landwirtschaftsmuseum (Landbouwmuseum), wo Geräte, Hausrat und Utensilien aus dem Bauernhof der Periode 1850–1950 gezeigt werden.
  • Informationszentrum De Munnik ("Der Mönch"), ein Heimatmuseum und Fremdenverkehrsbüro.

Kollum hat im Ortskern zwei schöne, alte Kirchen und mehrere unter Denkmalschutz stehende Häuser. Es gibt auch zwei Campingplätze, aber keine Hotels. Der Ort ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung, z.B. zum Wattenmeer.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kollumerland en Nieuwkruisland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand April 2016Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande