Komańcza

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Komańcza
Wappen von ????
Komańcza (Polen)
Komańcza
Komańcza
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Powiat: Sanok
Geographische Lage: 49° 20′ N, 22° 4′ OKoordinaten: 49° 20′ 18″ N, 22° 4′ 19″ O
Einwohner: 880
Postleitzahl: 38-543
Telefonvorwahl: (+48) 13
Kfz-Kennzeichen: RSA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 892: Komańcza-Zagórz
DW 897: Pod Lasem-Majdan
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 14 Schulzenämter
Fläche: 455,18 km²
Einwohner: 4958
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 11 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1817042
Verwaltung (Stand: 2008)
Gemeindevorsteher: Bielawka Stanisław
Adresse: Komańcza 166
38-543 Komańcza
Webpräsenz: www.komancza.pl



Komańcza ist ein Dorf und Sitz einer Landgemeinde in Polen in der Wojewodschaft Karpatenvorland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt im Südosten Polens im Powiat Sanocki an der Grenze zwischen den Niederen Beskiden und den Bieszczady. Etwa acht Kilometer südwestlich des Ortes verläuft die Staatsgrenze zur Slowakei.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die durchschnittliche jährliche Temperatur liegt bei 4 bis 5 °C. Dabei liegt die Durchschnittstemperatur im Sommer zwischen 14 und 15 °C, im Winter bei −7 °C. An durchschnittlich 105 bis 115 Tagen im Jahr gibt es eine geschlossene Schneedecke.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angelegt wurde das Dorf nach dem walachischen Recht[3] im Jahr 1512. Der Ort wurde als Krzemienna bezeichnet. Im 18. Jahrhundert wurde in Komańcza eine hölzerne Festung errichtet. 1872 bis 1888 erfolgte der Bau der Bahnstrecke von Przemyśl nach Chyriw (Chyrów), die durch Komańcza führte. Ab November 1914 waren der Ort und seine Umgebung Schauplatz von Gefechten des Ersten Weltkriegs. Die Gefechte führten zu schweren Zerstörungen. Am 5. November 1918 wurde die ukrainisch orientierte Republik Komańcza gegründet. Ziel der Republik war der Anschluss an die Westukrainische Volksrepublik (Sachidno-Ukrajinska Narodna Respublika). Im Rahmen des Polnisch-Ukrainischen Kriegs wurde das Gebiet aber am 27. Januar 1919 von polnischen Truppen eingenommen. In der Folge wurde der Ort Teil der Zweiten Polnischen Republik. Im September 1939 marschierten die Deutschen während ihres Polenfeldzuges in die Gegend ein und besetzte Komańcza am 12. September. Die Umgebung wurde im weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs auf Grund des schwierig zu kontrollierenden Geländes zu einer der Kurierstrecken nach Ungarn. Nach dem Ende des Krieges kam es zu Konflikten der Polen mit den Ukrainern. Dabei kam es zu zahlreichen Zerstörungen. Im Rahmen der Akcja Wisła (Aktion Weichsel) wurden 1947 die Ukrainer des Ortes aus Polen ausgesiedelt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1565 wurden 21 Familien in der Siedlung registriert.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster der Schwestern von Nazareth
Die Griechisch-Katholische Kirche
Orthodoxe Holzkirche
  • das Kloster der Schwestern von Nazareth (Klasztor Sióstr Nazaretanek)
  • die Griechisch-Katholische Kirche
  • die hölzerne römisch-katholische Kirche des Heiligen Josef

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landgemeinde (gmina wiejska) Komańcza hat eine Fläche von 455,18 km², auf welcher etwa 5000 Menschen leben. Zur Gemeinde gehören die folgenden 14 Schulzenämter: Dołżyca, Czystogarb, Komańcza, Łupków, Mików, Moszczaniec, Radoszyce, Rzepedź, Rada Osiedlowa, Smolnik, Szczawne, Turzańsk, Wisłok Wielki, Wola Michowa und Wysoczany.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf und die Gemeinde sind wirtschaftlich stark von der umgebenden Natur geprägt. Daher gehören neben den Dienstleistungen die Forst- und Landwirtschaft sowie die Holzverarbeitung zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen.[5] Die Arbeitslosigkeit liegt bei etwa zehn Prozent.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Nordwesten in Richtung Südwesten verläuft durch Komańcza die Wojewodschaftsstraße 897. Nach etwa 30 Kilometern mündet sie im Nordwesten in die Europastraße 371. Im Südosten endet die Straße nach etwa 60 Kilometern an der Grenze zur Ukraine.

Im Ort gibt es einen Bahnhof der Bahnstrecke Stryj–Łupków, diese wird durch die Polnischen Bahnen PKP betrieben.

Der nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Rzeszów-Jasionka, der sich in etwa 90 Kilometer nördlich des Dorfes befindet.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Komańcza liegt am Europäischen Fernwanderweg E8. Die Wanderwegstrecke POL Szlak czerwony.svg vom Dukla - Iwonitz-Bad und führt über Bukowicahügel und die Wołosate nach Ukraine.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Komańcza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Website der Gmina, GEOGRAFIA, abgerufen am 21. Nov. 2008
  3. Prawo wołoskie
  4. twojebieszczady.pl, Komańcza i okolice, cz.I, abgerufen am 21. Nov. 2008
  5. a b Website der Gmina, GOSPODARKA, abgerufen am 21. Nov. 2008