Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe

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Kommunale Versorgungskassen Westfalen-Lippe
— kvw —

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Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Gründung 1885
Sitz Münster, Deutschland
Leitung
  • N.N., kvw-Geschäftsführer/in
  • Christoph Thiemann, stellv. kvw-Geschäftsführer
Mitarbeiterzahl 261 (Stand: 31. Dez. 2020)
Branche Kommunalverwaltung, Kommunale Dienstleistung
Website www.kvw-muenster.de

Geschäftsgebiet der kvw
historisches Logo

Die Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (kvw) sind als Versorgungskasse Dienstleister der Beamtenversorgung, Beihilfe und Zusatzversorgung für rund 1.200 Kommunen (Kreise, Städte, Gemeinden) und kommunale Organisationen (Kliniken, Stadtwerke und Sparkassen) in Westfalen-Lippe. Damit sind sie für eine halbe Millionen kommunaler Beschäftigter zuständig (Stand: 31. Dezember 2020).

Die kvw haben ihren Sitz in Münster und sind eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Grundlage für ihre Tätigkeit ist das Gesetz über die kommunalen Versorgungs- und Zusatzversorgungskassen in Nordrhein-Westfalen.[1] Über die Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersversorgung (AKA) in München sind sie mit 42 Versorgungskassen in Deutschland vernetzt.

Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalen Versorgungskassen Westfalen-Lippe (kvw) verfügen über vier Geschäftsbereiche:

Mitglieder sind Kommunen und kommunale Organisationen mit Sitz in Westfalen-Lippe. In einer interkommunalen Zusammenarbeit bieten Ihnen die kvw die Beratung zu, Berechnung und Zahlung von beamtenrechtlichen Pensionen und Beihilfen an. Beihilfeberechtigte der kvw-Mitglieder können ihre Beihilfe wie gewohnt per Post oder seit Januar 2018 über die kvw Beihilfe App beantragen.

Außerdem führen sie die Beratung zu und Berechnung arbeitgeberfinanzierter Betriebsrenten im kommunalen öffentlichen Dienst durch. Neben einer tarifvertraglichen Betriebsrente können Beschäftigte der kvw-Mitglieder eine zusätzliche Altersversorgung in Form einer Entgeltumwandlung oder Riester-Rente (=PlusPunktRente) abschließen. Zusätzlich steht den kvw-Mitgliedern die Einzahlung von Rücklagen in den Versorgungsfonds offen, der die Finanzierung von zukünftigen Pensionsleistungen absichern soll. Seit Oktober 2020 können sich die Mitglieder am Versorgungsfonds Chance beteiligen. Dieser Fonds agiert anders als der bestehende kvw‑Versorgungsfonds Klassik ohne Wertuntergrenze und weist ein etwas höheres Ertrags- und Risikoprofil auf.

Geschäftsführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) nimmt die Geschäftsführung der kvw wahr. Der jeweilige LWL-Direktor ist gleichzeitig kvw-Kassenleiter. Die Rechtsaufsicht über die kvw übt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen aus. Aufsichtsgremien sind der Verwaltungsrat für Angelegenheiten der Beamtenversorgung und Beihilfekasse sowie der Kassenausschuss für die Zusatzversorgung. Die Vertreterinnen und Vertreter beider Gremien werden jeweils für die Dauer von fünf Jahren aus dem Kreis der kvw-Mitglieder, im Kassenausschuss zusätzlich aus dem Kreis der Versicherten gewählt. Der derzeitige Vorsitzende des Verwaltungsrates ist Claus Jacobi, Bürgermeister der Stadt Gevelsberg. (Stand: 2. Dezember 2019)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gesetz über die kommunalen Versorgungs- und Zusatzversorgungskassen im Lande Nordrhein-Westfalen