Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersversorgung

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Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersversorgung e.V.
(AKA)
Zweck: Beratung bei der Gestaltung der Altersversorgung des öffentlichen Dienstes
Vorsitz: Reinhard Graf
Gründungsdatum: 1998
Sitz: München
Website: http://www.aka.de

Die Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersversorgung e.V. (AKA) ist ein Zusammenschluss von Versorgungskassen und Zusatzversorgungskassen in Deutschland, die für kommunale und kirchliche Arbeitgeber eine Form der betrieblichen Altersversorgung realisieren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde 1998 gegründet. Sie ist Deutschlands Fachorganisation im Bereich der kommunalen und kirchlichen Altersversorgung. Als Dachorganisation vereint sie insgesamt 45 kommunale und kirchliche Versorgungs- und Zusatzversorgungskassen. Diese Kassen betreuen mehr als 6,7 Millionen Menschen und über 53.000 Arbeitgeber bzw. Dienstherren. Die bis 1998 jeweils separat existierenden Arbeitsgemeinschaften Kommunale Versorgungskassen zur Altersversorgung für Beamte und Kommunale und kirchliche Zusatzversorgungskassen für Arbeiter und Angestellte im öffentlichen und kirchlichen Dienst sind heute noch als Fachvereinigungen innerhalb der AKA erkennbar.

Aufgaben und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AKA will darauf hinwirken, dass die Altersversorgung weiterentwickelt und auch in Zukunft sicher erbracht wird. Sie wirkt dabei mit, dass die Altersversorgung auch angesichts der demographischen Entwicklung in Zukunft finanzierbar bleibt. Die AKA gliedert sich in die

  • Fachvereinigung Zusatzversorgung und in die
  • Fachvereinigung Beamtenversorgung.

Die Fachvereinigung Beamtenversorgung, eine Unterorganisation des Vereins, sichert die Versorgung der Beamten im kommunalen und im kirchlichen Dienst. Sie wird durch Gesetze festgelegt und von den AKA-Kassen ausgeführt. Beispielsweise begleitet der Verein den Umstellungsprozess, den die Beamtenversorgung im Rahmen der Föderalismusreform durchläuft bzw. durchlief. Der Fachvereinigung Beamtenversorgung gehören 21 kommunale und kirchliche Versorgungskassen an, darunter fünf kommunale Kassen in den neuen Bundesländern sowie vier Kirchenkassen. Die Versorgungskassen haben in etwa 10.500 Mitglieder (vor allem Städte, Gemeinden, Landkreise, Sparkassen, Krankenkassen, Kirchen). Sie betreuen rund 144.000 aktive Beamte und Angestellte mit Versorgungsberechtigung sowie über 98.000 Versorgungsempfänger. Die Versorgungskassen leisteten im Jahr 2008 über 3 Milliarden Euro an Versorgungsleistungen. Die Fachvereinigung Beamtenversorgung hat auch zum Ziel, die Einheitlichkeit des Satzungsrechts ihrer Mitglieder zu fördern und sie in Fragen der Beihilfegewährung zu unterstützen.

Die Zusatzversorgung ist die Betriebsrente der Arbeitnehmer des öffentlichen und kirchlichen Dienstes. Das Leistungsspektrum bestimmen die Sozialpartner des öffentlichen Dienstes durch Tarifvertrag. Die AKA wirkt im Rahmen ihrer Aufgabenstellung unter anderem darauf hin, dass die Einheitlichkeit der Zusatzversorgung des öffentlichen und kirchlichen Dienstes in Deutschland gewahrt wird. Sie wird als Expertin an den Tarifverhandlungen beteiligt. Sie setzt die tarifvertraglichen Vereinbarungen in ihrer Mustersatzung um, die wiederum Grundlage der Satzungen der einzelnen Kassen ist. Die Fachvereinigung Zusatzversorgung der AKA setzt sich aus 24 kommunalen und kirchlichen Zusatzversorgungskassen zusammen, davon dreizehn Gebietskassen, vier Stadtkassen, zwei Sparkasseneinrichtungen sowie fünf Kirchenkassen. Die Mitgliedskassen betreuen knapp 42.000 kommunale und kirchliche Arbeitgeber. Versichert sind mehr als 6,3 Millionen Arbeiter und Angestellte aus dem kommunalen und kirchlichen Dienst, davon über 3,2 Millionen Pflichtversicherte. Fast 1,2 Millionen Rentner haben im Jahr 2009 Leistungen in Höhe von etwa 4,3 Milliarden Euro von den Kassen erhalten.

Der Verein ist u. a. Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft betriebliche Altersvorsorge (aba), der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und Gestaltung e.V. (GVG), der European Association of Public Sector Pension Institutions (EAPSPI) sowie im Bundesverband öffentliche Dienstleistungen (bvöd).

Organe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organe sind die Mitgliederversammlung, der Lenkungsausschuss und der Vorstand (§ 4 der Satzung der AKA). Dem Vorstand stehen zu seiner Unterstützung ein Hauptgeschäftsführer und ein Geschäftsführer als dessen Stellvertreter zur Seite (§ 10 Abs. 2 der Satzung).

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Kassen sind Mitglieder:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Langenbrinck, Bernhard / Mühlstädt, Björn: Betriebsrente der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes : Einführung in die neue Zusatzversorgung. 3. Auflage. Rehm, München 2007, ISBN 978-3-8073-2338-1.
  • Dietsch, Walter / Reinker, Torsten / Stirner, Rolf: Die Zusatzversorgung des öffentlichen und kirchlichen Dienstes : Handbuch für den Personalsachbearbeiter. 2. Auflage. Rehm, München 2008, ISBN 978-3-8073-0097-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]