Koniecpol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Koniecpol
Wappen von Koniecpol
Koniecpol (Polen)
Koniecpol
Koniecpol
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Częstochowa
Fläche: 36,52 km²
Geographische Lage: 50° 47′ N, 19° 41′ OKoordinaten: 50° 47′ 0″ N, 19° 41′ 0″ O
Einwohner: 6116
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 42-230
Telefonvorwahl: (+48) 34
Kfz-Kennzeichen: SCZ
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 786 CzęstochowaKielce
DW 794 Koniecpol-Krakau
Schienenweg: Częstochowa–Kielce
Nächster int. Flughafen: Flughafen Katowice
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 146,75 km²
Einwohner: 9790
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2404063
Verwaltung (Stand: 2015)
Gemeindevorsteher: Ryszard Suliga[2]
Adresse: ul. Chrząstowska 6a
42-230 Koniecpol
Webpräsenz: www.koniecpol.pl



Koniecpol ist eine Stadt- und Landgemeinde im Powiat Częstochowski, Woiwodschaft Schlesien in Polen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koniecpol liegt in dem Hügelland zwischen Częstochowa und Krakau an der Pilica. 74 km nordöstlich von Kattowitz und 40 km östlich von Częstochowa an der Woiwodschaftsgrenze zur Woiwodschaft Heiligkreuz.

Koniecpol grenzt an die Gemeinden: Żytno, Dąbrowa Zielona, Przyrów, Lelów, Szczekociny und Secemin.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 146.75 km² davon werden 58 % landwirtschaftlich genutzt und 24 % sind mit Wald bedeckt.[3]

Sołectwo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören die 22 Schulzenämter:

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über zwei Kindergärten, fünf Grundschulen, zwei Mittelschulen und zwei Berufsschulen. Es gibt in der Gemeinde des Weiteren eine Stadtbücherei und vier Schulbüchereien.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1938[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das deutsche Stadtrecht erhielt Koniecpol am 29. Dezember 1443 vom polnischen König Władysław Warneńczyk. Eine wirtschaftliche Blüte erlebte die Stadt im 16. Jahrhundert. 1559 wurde der Stadt durch König Sigismund II. August das Recht auf Brückenzoll und das Marktrecht verliehen. Im 17. Jahrhundert wurde die Stadt durch Kriege und Brände mehrfach zerstört. Im 18. Jahrhundert verlor Koniecpol an wirtschaftlicher Bedeutung. 1815 wurde die Stadt Teil von Kongresspolen. 1827 wurde damit begonnen ein Stahlwerk in der Stadt zu errichten. Im Zuge des Januaraufstand 1863 gegen die russische Herrschaft kam es zu mehreren Gefecht in der Nähe der Stadt. Im Jahr 1870 wurde der Stadt das Stadtrecht, als Strafaktion, durch den Zaren aberkannt. Die wirtschaftliche Entwicklung wurde positiv durch die Eröffnung der Bahnlinie von Częstochowa nach Kielce 1903 beeinflusst. 1927 erhielt Koniecpol das Stadtrecht wieder zuerkannt.[4]

1939 bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. September 1939 wurde Koniecpol von der deutschen Wehrmacht besetzt. Im Dezember 1939 wurden 1.000 Menschen aus Posen und Wrześni in die Stadt gebracht. Ab Oktober 1942 wurden damit begonnen die Juden in die Konzentrationslager zu bringen. Die Einwohnerzahl von Koniecpol sank dadurch um 30 %. Am 15. Januar 1945 wurde Koniecpol von der roten Armee besetzt.

1953 wurde ein Holzfaserplatten Werk in Betrieb genommen. In den Jahren 1957 und 1960 erweitert.[4]

In den Jahren 1975 bis 1998 gehörte die Gemeinde zur Woiwodschaft Częstochowa.[5]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Koniecpol verläuft die Woiwodschaftsstraße 786 von Częstochowa nach Kielce und hier beginnt die Woiwodschaftsstraße 794 nach Krakau. Außerdem liegt die Stadt am Abzweig der Bahnstrecke Kozłów–Koniecpol von der Bahnstrecke Kielce–Fosowskie.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Palast in Koniecpol
Kirchhof-Befestigung von St.Trójcy
  • Der ewige Palast (Schlossanlage aus dem 17. bis 19. Jahrhundert)
  • Pfarrkirche St. Trójcy
  • Pfarrkirche St. Michała Archanioła[4]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Koniecpol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Website der Stadt, Miasto i Gmina Koniecpol, abgerufen am 7. Februar 2015.
  3. regioset.pl (polnisch) Stand 12. Nov. 2008.
  4. a b c d e Webseite der Stadt (polnisch) Stand 3. Dez. 2008.
  5. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (Memento vom 8. April 2009 auf WebCite) (polnisch)