Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) ist der Zusammenschluss aller Hochschulbibliotheken, aller öffentlichen Bibliotheken und vieler Spezialbibliotheken in Berlin und Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der KOBV wurde 1997 bis 2000 am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB) aufgebaut und 2001 durch Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg und dem ZIB institutionalisiert. Er ist der Nachfolger des Bibliotheksverbundes Berlin-Brandenburg (BVBB). Dienstleistungs- und Entwicklungszentrale des KOBV ist die im ZIB angesiedelte KOBV-Zentrale.

Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gegensatz zu den anderen deutschen Bibliotheksverbünden beschränkt sich die Zusammenarbeit auf eine Minimallösung. Die Titeldaten werden getrennt erfasst, und eine der größten Berliner Bibliotheken, die Staatsbibliothek zu Berlin, arbeitet statt mit dem KOBV mit dem Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) zusammen.

Die Verbundzentrale des KOBV betreibt das Internet-Portal der Berliner und Brandenburgischen Bibliotheken, das den Nutzerinnen und Nutzern den Zugang zu den Informationsangeboten vieler Bibliotheken ermöglicht. Gleichzeitig ist sie die Dienstleistungs- und Entwicklungszentrale für die beteiligten Bibliotheken und in dieser Funktion konsortialer Service-Provider für eine Reihe bibliothekarischer Anwendungen.

Zu den wichtigsten KOBV-Internet-Angeboten gehören:

  • KOBV-Portal – bietet die Suche und Online-Fernleihe in den Katalogen der KOBV-Bibliotheken, der deutschen Bibliotheksverbünde und großer internationaler Bibliotheken und Verbünde sowie die Suche in anderen nationalen und internationalen elektronischen Ressourcen.
  • KOBV-Volltextserver – bietet Zugang zu den Volltexten der im Friedrich-Althoff-Konsortium (FAK) lizenzierten elektronischen Zeitschriftenartikel (Archivserver; zugangsbeschränkt) und zu den Volltexten der in den regionalen Publikationsservern veröffentlichten frei zugänglichen Dokumente.
  • Virtuelle Verbundkataloge (VK) – für Recherche nach besonderen Medien bzw. Literatur aus besonderen Fachgebieten. Bisher sind VK Film, VK Judaica und VK Noten realisiert.
  • Bibliothekenführer – das Online-Gesamtverzeichnis der Berliner und Brandenburgischen Bibliotheken.

Die Zuständigkeiten für die Fernleihe und den Leihverkehr sind in Berlin und Brandenburg auf zwei Einrichtungen verteilt: die KOBV-Zentrale und die an der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) angesiedelte Leihverkehrszentrale Berlin-Brandenburg. Die KOBV-Zentrale realisiert die technische Umsetzung der automatisierten Fernleihe und der Online-Fernleihe für Endnutzer: Sie betreibt den Fernleih-Server und die Fernleih-Software, leistet den technischen Support für die Fernleihbibliotheken und führt die Abrechnung durch. Die Leihverkehrszentrale ist u.a. für die Zulassung neuer Bibliotheken zum Leihverkehr, die Führung der Amtlichen Leihverkehrsliste und die Organisierung des Bücherautodienstes verantwortlich.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der KOBV kooperiert mit dem Friedrich-Althoff-Konsortium e.V. (FAK). Im FAK haben sich wissenschaftliche Einrichtungen der Länder Berlin und Brandenburg zusammengeschlossen, um ihre Nutzerinnen und Nutzer mit wissenschaftlichen Informationen aus elektronischen Veröffentlichungen zu versorgen.

Im Dezember 2007 haben der Bibliotheksverbund Bayern und der Kooperative Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg eine strategische Allianz vereinbart. Die Vereinbarung sieht die gemeinschaftliche Entwicklung innovativer Dienste und den Aufbau einer gemeinsamen Verbunddatenbank vor.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]