Krampfanfall

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Ein Krampfanfall ist zumeist ein epileptischer Anfall, ein Gelegenheitsanfall ohne Epilepsie, ein dissoziativer Krampfanfall oder ein Symptom anderer Erkrankungen (Hypoglykämie oder andere schwere Stoffwechselstörung, schwerer Sauerstoffmangel) oder einer Vergiftung. Beim Krampfanfall treten häufig tonische oder/und klonische Krämpfe auf. Auch „atonische Krampfanfälle“ mit einem plötzlichen Verlust der Muskelspannung sind möglich.[1]

Ein zerebraler Krampfanfall kann aus medizinischen Gründen auch gewollt ausgelöst werden, so z.B. im Zuge einer Elektrokrampftherapie (EKT). Um den Anfall auszulösen wird dem Patienten ein kurzer Stomimpuls durch das Gehirn geleitet. Dabei ist der Patient vollständig anästhesiert, erhält ein muskelrelaxierendes Mittel und wird medizinisch eng überwacht. Eine Elektrokrampftherapie gilt als das wirksamste Verfahren zur Behandlung von schweren therapieresistenten Depressionen.[2]

Der Begriff wird in der Literatur auch bei „psychogenen Krampfanfällen“[3] oder zur Beschreibung von Krämpfen im Rahmen einer Tetanus-Erkrankung[4] verwendet. Gelegentlich werden auch plötzlich auftretende Muskelkrämpfe als Krampfanfall bezeichnet.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das ICU-Buch: Praktische Intensivmedizin von Paul L. Marino
  2. NDR: Elektrokrampftherapie: Strom gegen Depression. Abgerufen am 30. Juli 2017 (deutsch).
  3. Neurotische Störungen und psychosomatische Medizin von Sven Olaf Hoffmann
  4. Wundatlas: Kompendium der komplexen Wundbehandlung von Hans Lippert
  5. Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. 2003, Art. Krampfanfall
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