Kreepen

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Kreepen
Gemeinde Kirchlinteln
Koordinaten: 52° 58′ 31″ N, 9° 21′ 10″ O
Höhe: 50 m
Fläche: 8,84 km²
Einwohner: 187 (14. Mai 2009)
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 27308
Vorwahl: 04236
Kreepen (Niedersachsen)
Kreepen

Lage von Kreepen in Niedersachsen

Kreepen ist gemeinsam mit Brammer eine der 17 Ortschaften der Gemeinde Kirchlinteln im Landkreis Verden im Land Niedersachsen. Kreepen und Brammer haben 187 Einwohner (Stand Mai 2009).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreepen bildet mit dem etwas kleineren Nachbarort Brammer eine Dorfgemeinschaft. Beide nur etwa einen Kilometer voneinander entfernten Orte nutzen gemeinsam den zwischen ihnen gelegenen Friedhof, der seit 1942 besteht.

Noch heute prägen die alten Eichenbestände das Ortsbild. Großzügige Hofanlagen mit altem Kopfsteinpflaster stehen neben schmucken Einfamilienhäusern.

Die Kreisstraße K18 führt von Kirchlinteln kommend durch die Dörfer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wahrscheinlich erste urkundliche Erwähnung von Kreepen fußt auf einem Güterregister des Bischofs Nikolaus aus dem Jahre 1320. Hier werden genannt: 'Benige-Bostellde' (Bendingbostel), 'Berndeß-Heinße' (Heins) und 'Cregenhob' (vermutlich Kreepen). Über das verschwundene Nachbardorf Huckfelde liegen Urkunden aus den Jahren ab 1385 vor. Als Huckfelde im 15. Jahrhundert aufgegeben wurde, teilten sich die Ortschaften 'Kreipen' und 'Brommer' die Ländereien unter sich auf. Während Brammer bereits 1540 seinen heutigen Namen erhielt, wandelte sich der Name Kreepen weiter über die Generationen. Erst um 1900 bekam Kreepen sein zweites 'e'.

1912 bekamen die Dörfer elektrischen Strom. Erst in den 1950er Jahren wurde die Dorfstraße mit einer Asphaltdecke versehen. Bis 1962 unterhielt die Kleingemeinde auch ein eigenes Schulhaus. Dies ist mittlerweile Privathaus, jedoch wird der alte Schulhof von der Jugend als 'Bolzplatz' genutzt.

Bis zur Gemeindereform im Jahre 1972 und ihrer Eingemeindung in die Gemeinde Kirchlinteln hatten Kreepen und Brammer einen gemeinsamen Bürgermeister. Der letzte Bürgermeister war Heinrich Bunke (1897–1979) dem die Dorfgemeinschaft u. a. noch den Bau einer Kapelle auf dem Friedhof verdankt.

Heute hat die Ortschaft Kreepen, wie alle anderen 17 Ortschaften der Gemeinde, eine(n) ehrenamtliche(n) OrtsvorsteherIn.

Am 1. Juli 1972 wurde Kreepen in die Gemeinde Kirchlinteln eingegliedert.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsvorsteherin ist Karin Wiedemann (CDU).[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Moor der Lintelner Geest südwestlich von Kreepen bei Brammer wurde am 12. Juni 1903 im Bereich einer Wüstung die Moorleiche Mann von Kreepen entdeckt. In eine Holzkiste verpackt, wurde sie an das Museum für Völkerkunde nach Berlin übersandt. Bei den Bombenangriffen auf Berlin während des Zweiten Weltkriegs ging die Leiche verloren. Im Moormuseum Elisabethfehn ist ein Haarbüschel der "Moorleiche von Brammer" ausgestellt.

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der idyllische Brammer See bietet Naturfreunden einen erholsamen Ort.
  • Die Wiehekuhle in Brammer ist eine runde, fast acht Meter tiefe, trockene Senke mit etwa 200 Metern Durchmesser, deren Ursprung bis heute ungeklärt ist.[3]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schützenverein Kreepen-Brammer e.V. wurde 1901 gegründet und hat 93 Mitglieder (Stand Okt.2012). Der Verein verfügt derzeit über einen Schießstand mit vier 50-Meter-Kleinkaliber-Ständen und einem überdachten 10-Meter-Luftgewehrstand mit fünf elektrischen Zuganlagen.[4] Er ist Mitglied im Kreisschützenverband Verden (KSV Verden) und im Arbeitskreis Kirchlintler Sportvereine (AKS). Daneben ist er organisiert in der Pokalgemeinschaft Geest und in der Wedehofpokalgemeinschaft. Geschossen wird mit dem Luftgewehr, Luftpistole, Kleinkaliber und Sportpistole.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Kienzle: Chronik Kirchlinteln, 1969
  • Günter Lühning u. Hermann Meisloh: Kirchlinteln und seine 17 Ortsteile, 1983
  • Udo Freitag: Chronik der Ortschaften Kreepen und Brammer, 1998

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 248.
  2. Kirchlinteln Bürgerservice
  3. Wiehekuhle in den Verdener Nachrichten
  4. Geschichte des SV Kreepen-Brammer e.V.