Krempoli – Ein Platz für wilde Kinder

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Seriendaten
Deutscher TitelKrempoli - Ein Platz für wilde Kinder
ProduktionslandDeutschland
Produktions-
unternehmen
Bavaria Atelier GmbH, im Auftrag des Südfunk Stuttgart
GenreJugendserie
IdeeClaus Landsittel
ProduktionClaus Landsittel
MusikImproved Sound Limited
ErstausstrahlungJanuar bis März 1975

Krempoli - Ein Platz für wilde Kinder war eine deutsche Fernsehserie für Kinder, die in den 1970er-Jahren entstand und ausgestrahlt wurde.

Die Serie spielt in München und handelt von Kindern, die in ihrer Umgebung zunächst keine Spielmöglichkeiten finden. Der freundliche Besitzer eines Sperrmüll-Lagers – von den Kindern später liebevoll „Opa Krempel“ genannt (gespielt von dem damals keineswegs alten Hannes Gromball) – lässt sie auf sein Grundstück und hilft ihnen dabei, eine Art Abenteuerspielplatz aufzubauen. Dieser Ort bekommt den Namen „Krempoli“ (wegen des vielen Krempels, der dort herumliegt) und wird zu einem Lebensmittelpunkt der Kinder.[1] Die Nachbarn sind jedoch spießig und den Behörden ist das Treiben ein Dorn im Auge. So erleben die Kinder allerlei Abenteuer, müssen ihren „Platz für wilde Kinder“ verteidigen, und hecken darüber hinaus allerlei Streiche aus. In der vorletzten Folge wird „Opa Krempel“ verhaftet und in der letzten Folge der Krempoli von Baggern abgerissen.

Intention[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krempoli steht zweifellos in der Tradition von Filmen wie Pippi Langstrumpf (hier allerdings ohne das phantastische Element) und ist überdies ein typisches Produkt der 1970er-Jahre: Es ging darum, die Interessen der Kinder gegenüber den Interessen der Erwachsenen zu emanzipieren. Während die Erwachsenen größtenteils als egoistisch und trottelig dargestellt werden (mit Ausnahme einiger Sympathieträger), handeln die Kinder untereinander solidarisch und interessieren sich auch für die Bedürfnisse ihrer Umwelt. In ihrer Spontaneität und Kreativität sind sie den Erwachsenen überlegen, so dass sie bei Auseinandersetzungen – trotz vermeintlich schwächerer Position – häufig als Sieger hervorgehen.

Episoden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Episoden-Nr. Titel Deutsche Erstausstrahlung Sendeanstalt Spieldauer
01 Die Gründung oder: Wie man ein Flugzeug wieder los wird... 05.01.1975 ARD 50 Minuten
02 Die Feuertaufe oder: Wie man unverhofft nasse Füße und einen Ofen bekommt... 12.01.1975 ARD 50 Minuten
03 Scheibenkleister oder: Wie man hinter die Schliche der Erwachsenen kommt... 19.01.1975 ARD 50 Minuten
04 Das Baumhaus oder: Wie spendabel fromme Leute sein können... 26.01.1975 ARD 50 Minuten
05 Die Explosion oder: Wie aus einem Spiel blutiger Ernst wird... 02.02.1975 ARD 50 Minuten
06 Die Aufsichtsperson oder: Wie eine Sonnenfinsternis ins Auge gehen kann... 09.02.1975 ARD 50 Minuten
07 Der Überfall oder: Wieviel Sechser ein Würfel hat... 16.02.1975 ARD 50 Minuten
08 Der Wettkampf oder: Wie man ein Radio durch drei teilen kann... 23.02.1975 ARD 50 Minuten
09 Der Unruheherd oder: Warum die Kinder an ihrem Geburtstag zur Welt kommen... 02.03.1975 ARD 50 Minuten
10 Theater oder: Warum Bonbons manchmal bitter schmecken... 09.03.1975 ARD 50 Minuten

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspieler Figur
Hannes Gromball Opa Krempel
Petra Auzinger Stefanie
Günter Broda Jürgen
Harald Fendt Joe
Michael Fischer Wolfgang
Joachim Kraje Dieter
Vedran Mudronja Mirko
Sandra Olvedi Claudia
Willi Pfaff Michael
Andreas Rucker Oliver
Kurt Rudolph Thomas
Albert Urdl Peter
Petra Vogt Ursel
Gaby Wild Monika

In durchgehenden Rollen waren daneben Lis Verhoeven (als Mutter von Monika und Claudia), Ivo Vrzal (als Branko) und Monika Madras (als Lehrerin Vicky von Böschenstein) zu sehen. Episodenauftritte hatten unter anderem Melanie Horeschowsky (Folge 2), Peter Steiner (Folge 2), Michael Gahr (Folge 3), Michael Verhoeven (Folge 6), Senta Berger (Folge 6), Friedrich von Thun (Folge 8), Paul Verhoeven (Folge 9), Helmut Fischer (Folge 9) und Willy Schultes (Folge 10).

Die Serie wurde in Italien 1978 mit dem Titel "Rottamopoli" ausgestrahlt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. moviepilot.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]