Peter Steiner

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Peter Steiner (Begriffsklärung) aufgeführt.
Peter Steiner in Peter Steiners Theaterstadl, 2007
Peter Steiner, 2007
Peter Steiner, 2007
Peter Steiner, 2007

Peter Steiner (* 6. September 1927 in München; † 22. Dezember 2008 ebenda) war ein deutscher Volksschauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Peter Steiner wuchs in einer Münchner Künstlerfamilie auf. Seine Vorfahren waren Ungarn; der Vater, ein Kaufmann, spielte und sang ungarische Volksweisen. Seine Mutter war eine Schauspielerin.

Peter Steiner begann seine Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg. Während des Krieges war er zum Fronttheater abgestellt. Nach Kriegsende absolvierte er dann seine Ausbildung an der renommierten Münchner Otto-Falckenberg-Schule mit Auszeichnung. Ursprünglich hatte er nach Wunsch seiner Eltern den Beruf des Elektrikers erlernt. Danach schlug er sich als Kellner und Koch durch und jobbte nach Feierabend als Spielleiter im Volkstheater Markenzeller, wo Erni Singerl und Weiß Ferdl ihre ersten Erfolge feierten.

Im Jahr 1943 wurde er dann für das Residenztheater engagiert, seit 1950 gehörte er zum Ensemble der bekannten Münchener Volksbühne Platzl. Dort trat er neben Weiß Ferdl, Michl Lang oder Erni Singerl auf.

1953 wurde Steiners Tochter Gerda Steiner geboren, die er gemeinsam mit seiner ersten Frau Gerda Steiner-Paltzer hatte, 1960 kam ihr Sohn Peter Steiner junior zur Welt.

Im selben Jahr bekam Peter Steiner ersten Kontakt zum Fernsehen. Von da an trat er in vielen Fernsehproduktionen (u. a. Komödienstadel oder Königlich Bayerisches Amtsgericht) auf.

1965 heiratete Steiner seine zweite Frau Sissi, mit der er später zwei Töchter bekam.

Zu Beginn der 1970er-Jahre spielte Peter Steiner in der Erotik-Reihe Liebesgrüße aus der Lederhose mit.

1983 konnte sich Peter Steiner einen langgehegten Wunsch erfüllen. Mit seiner Frau Sissi eröffnete er in München-Giesing Peter Steiners Theaterstadl, mit dem er schnell bundesweite Popularität erlangte. Dieser „Theater-Stadl“ hatte seinen Sitz in der Gaststätte Zur Freundschaft, die von Peter Steiner, seiner Frau und seiner Tochter Gerda betrieben wurde.

1985 übernahm Peter Steiners Tochter Gerda, die bereits seit ihrem 15. Lebensjahr mit ihrem Vater auf der Bühne stand und mit der er sogar einige Alben aufnahm, die geschäftliche Leitung. Von 1993 bis 1997 war das gesamte Ensemble des Stadls in der Fernsehserie Zum Stanglwirt zu sehen.

1998 wurde das Stammhaus von Peter Steiners Theaterstadl in München geschlossen. Seitdem ist das Ensemble mit ständig wechselndem Programm auf weitläufigen Tourneen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz unterwegs. Die Stücke sind vor allem auf leichte Unterhaltung angelegt und spielen meist im bäuerlichen Milieu Oberbayerns.

Über 100 Stücke wurden seit 1990 für das Fernsehen aufgezeichnet, zu den bekanntesten gehören Die Lügenglocke, Die drei Eisbären und Sei doch net so dumm, Opa.

Steiner starb am 22. Dezember 2008 im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts, den er in seinem Haus in München erlitten hatte.[1]

Am 16. Januar 2009 wurde Peter Steiner auf dem alten Teil des Friedhofs München-Riem beerdigt. Sein Urnen-Grab befindet sich in Reihe 16.[2]

Mitwirken[Bearbeiten]

Filme (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1968: Der Holledauer Schimmel
  • 1971: Der Ehestreik
  • 1973: Die Stoßburg
  • 1973: Liebesgrüße aus der Lederhose
  • 1973: Sonja schafft die Wirklichkeit ab oder … Ein unheimlich starker Abgang
  • 1974: Liebesgrüße aus der Lederhose 2: Zwei Kumpel auf der Alm
  • 1975: Champagner aus dem Knobelbecher
  • 1977: Der Wittiber
  • 1977: Liebesgrüße aus der Lederhose 3: Sexexpress aus Oberbayern
  • 1978: Liebesgrüße aus der Lederhose 4: Die versaute Hochzeitsnacht
  • 1978: Liebesgrüße aus der Lederhose 5: Die Bruchpiloten vom Königssee
  • 1979: Zum Gasthof der spritzigen Mädchen
  • 1979: Peter Steiner in Pornostadl (Die sexgierigen Töchter)
  • 1980: Der Strohwitwer
  • 1980: Schulmädchen-Report. 13. Teil: Vergiß beim Sex die Liebe nicht
  • 1981: Intime Stunden auf der Schulbank
  • 1982: Die liebestollen Lederhosen
  • 1983: Flotte Biester auf der Schulbank
  • 1983: C.O.D.
  • 1997: Die Generalprobe

Fernsehserien[Bearbeiten]

Moderationen[Bearbeiten]

  • Peter Steiners Sketchparade
  • Peter Steiners Musikantenparade
  • Peter Steiners musikalische Lach- und Sketchparade
  • Die Heimatmelodie

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nachricht bei n-tv.de
  2. Nachricht bei bild.de