Kriegsversehrte

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Beinamputierte Kriegsversehrte.

Als Kriegsversehrte, auch Invalide, werden Kriegsopfer bezeichnet, deren Verwundungen anhaltende körperliche oder seelische Schädigungen hinterließen.

Im Sprachgebrauch des 19. Jahrhunderts wurden körperlich behinderte Menschen Krüppel genannt. In Anlehnung an diesen Begriff unterschied der Berliner Orthopäde Konrad Biesalski Kriegskrüppel von Friedenskrüppeln.

Ausdrücke wie Krüppel und Kriegskrüppel waren zunächst beschreibende Bezeichnungen. Noch 1920 kam das Preußische Gesetz betreffend die öffentliche Krüppelfürsorge[1] zustande. Sie wurden jedoch zunehmend als abwertend empfunden.

Deutsche Militärärzte führten bereits im Ersten Weltkrieg den Begriff Kriegsbeschädigte ein. Aus diesem entwickelte sich die Bezeichnung Kriegsversehrte.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus-Dieter Thomann: Das behinderte Kind. „Krüppelfürsorge“ und Orthopädie in Deutschland 1886–1920 (= Forschungen zur neueren Medizin- und Biologiegeschichte, Band 5), Gustav Fischer Verlag, Stuttgart/Jena/New York 1995, ISBN 3-437-11699-1.
  • Felix Welti: Behinderung und Rehabilitation im sozialen Rechtsstaat - Freiheit, Gleichheit und Teilhabe behinderter Menschen (= Jus Publicum, Band 139). Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 2005, ISBN 978-3161487255.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Disabled veterans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Kriegsinvalide – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Kriegsversehrter – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Gesetz über die Fürsorge für Körperbehinderte und von einer Körperbehinderung bedrohte Personen (Körperbehindertengesetz) vom 27. Januar 1957, § 19, abgerufen am 11. Juni 2018.