Krieschow

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Gemeinde Kolkwitz
Wappen von Krieschow
Koordinaten: 51° 45′ 17″ N, 14° 8′ 51″ O
Höhe: 65 m ü. NN
Einwohner: 550 (31. Dez. 2006)
Eingemeindung: 6. Dezember 1993
Postleitzahl: 03099
Vorwahl: 035604
Blick auf den Ort.
Blick auf den Ort.

Krieschow, niedersorbisch Kśišow, ist ein Ort der Großgemeinde Kolkwitz im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krieschow liegt 14 Kilometer westlich von Cottbus und sieben Kilometer südöstlich von Vetschau zwischen der A 15 und der im Jahr 2004 zur Landesstraße L 49 herabgestuften ehemaligen Bundesstraße 115. Umliegende Ortschaften sind Milkersdorf im Norden, Kunersdorf im Nordosten, Limberg im Osten, Kackrow im Südosten, Wiesendorf im Süden, der zur Stadt Vetschau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz gehörende Gemeindeteil Briesen im Südwesten, Eichow im Westen sowie Babow im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Krieschow
Verkaufsurkunde der Ersterwähnung

Bei Ausgrabungsarbeiten im Jahre 1988 an der Niederung der Kzschischoka wurden ein Gräberfeld sowie zerstörte Grabanlagen gefunden, die darauf schließen lassen, dass eine Besiedlung dieses Fleckens schon 1000 v. Chr. vorhanden gewesen war.

Am 29. September 1315 wurde Krissow auf einer Verkaufsurkunde das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von dem slawischen Personennamen Krisch ab.[1]

Das Fundament der Krieschower Kirche besteht aus Felssteinen. Es wird vermutet, dass es bereits um 1170 eine kleine Kapelle im Ort gegeben haben muss. Seit dem Jahre 1652 ist Krieschow eine eigene Kirchgemeinde, zu der die Bewohner der umliegenden Dörfer kommen. Das Gut mit dem Schloss wechselte mehrfach die Besitzer, bis es 1868 mit Wiesendorf in das Eigentum der Herren von Winterfeld überging.

An das Stromnetz wurde Krieschow im Jahre 1917 angeschlossen, elf Jahre später vereinigten sich die Gemeinden Krieschow und Wiesendorf zur Landgemeinde Krieschow-Wiesendorf.

Die Nationalsozialisten erließen 1934 Gesetze zur Änderung der wendischen Flur- und Ortsnamen. Die Kzschischoka wurde in Greifenhainer Fließ umbenannt.

Zum 1. Januar 1972 wurde Kackrow nach Krieschow eingemeindet. Am 6. Dezember 1993 wurde Krieschow in die Gemeinde Kolkwitz eingegliedert.[2]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Krieschow um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Sehenswürdigkeiten sind das Krieschower Schloss und das Greifenhainer Fließ. In einem Wäldchen mit 19 Eichen steht ein Denkmal zu Ehren der in den beiden Weltkriegen gefallenen Soldaten.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der größte Verein in Krieschow ist der VfB 1921 Krieschow, der zurzeit in der Fußball-Oberliga Nordost spielt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Krieschow/Kśišow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin: Alter - Herkunft - Bedeutung. be.bra Wissenschaft, 2005, S. 97. (bei Google Books)
  2. Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1993 StBA