Kucha (Offenhausen)

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Kucha
Gemeinde Offenhausen
Koordinaten: 49° 25′ 52″ N, 11° 25′ 5″ O
Höhe: 423 (416–456) m ü. NN
Einwohner: 248
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91238
Vorwahl: 09158
Ortskern
Ortskern

Das Dorf Kucha ist ein Ortsteil der Gemeinde Offenhausen im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kucha liegt in einem kleinen Talkessel im Hammerbachtal, rund 2 Kilometer südlich von Offenhausen und circa 7 Kilometer nordöstlich von Altdorf bei Nürnberg. Das Dorf befindet sich im Bereich des Albtraufs im Süden der Hersbrucker Schweiz, die Bestandteil der Frankenalb innerhalb des Südwestdeutschen Stufenlandes ist. Im Nordosten von Kucha erhebt sich der 554,0 Meter hohe Asselberg und im Nordwesten begrenzt das Bergplateau des Keilbergs mit einer Höhe von 547,2 m ü. NN den Ort.[1]

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturräumlich gehört Kucha zum nördlichen Teil der Mittleren Frankenalb (Meynen/Schmithüsen et al.). Nach der naturräumlichen Gliederung Deutschlands (Axel Ssymank) liegt die Mittlere Frankenalb als Naturraum-Einheit in der Naturraum-Haupteinheit Fränkische Alb.[2][3]

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Juralandschaft von Kucha wird geologisch durch Schichten aus der Braunjura-Gruppe (Dogger) bestimmt. In den tieferen Lagen prägen blau- bis schwarzgraue Ton- und Tonmergelsteine mit Toneisenstein-Konkretionen aus der Opalinuston-Formation (Dogger Alpha) den Landschaftsraum. Darüber befinden sich fein- bis mittelkörnige Sandsteinschichten mit Eisenerzflözen aus der Eisensandstein-Formation (Dogger Beta). Die Bergkuppen des Asselbergs und Keilbergs bestehen aus Schichten der Weißjura-Gruppe (Malm). Das Hammerbachtal ist mit quartären Talfüllungen bedeckt.[4]

Boden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Talauen haben sich Gleye und andere grundwasserbeeinflusste Böden mit Talsedimenten aus Schluff bis Lehm entwickelt. Auf den Braunjura-Gesteinen hat sich Braunerde als Bodentyp ausgebildet. Auf den kalkreichen Hochflächen aus Malm sind flachgründige Rendzina-Böden bestimmend und in den darunter gelegenen Übergangsbereichen herrschen die beiden Bodentypen Regosol und Braunerde-Regosol vor.[5]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kucha liegt in der kühl-gemäßigten Klimazone und weist ein humides Klima auf. Der Landschaftsraum des Dorfes befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem feuchten atlantischen und dem trockenen Kontinentalklima. Nach der Klimaklassifikation von Köppen/Geiger zählt Kucha zum warm gemäßigten Regenklima (Cfb-Klima). Dabei bleibt die mittlere Lufttemperatur des wärmsten Monats unter 22 °C und die des kältesten Monats über −3 °C.[6]

Fließgewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im Osten verlaufende Hammerbach durchfließt Kucha in Nord-Süd-Richtung. Der gliedernde Bachlauf mäandriert und ist nach der Gewässerstrukturgütekartierung nur mäßig verändert.[7] Die begleitenden Gehölze sind in der Biotopkartierung erfasst und naturschutzfachlich wertvoll.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Eingemeindung im Jahr 1978 im Zuge der Gebietsreform in Bayern war Kucha eine eigenständige Gemeinde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kucha verfügt über eine Freiwillige Feuerwehr, einen Schnupf-Club, eine Evangelische Landjugend und den Gesangsverein Liederkranz

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nürnberger Land. Karl Pfeiffer's Buchdruckerei und Verlag, Hersbruck 1993. ISBN 3-9800386-5-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kucha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BayernAtlas. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. Karte der Naturraum-Haupteinheiten und Naturraum-Einheiten in Bayern. (PDF) Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 13. Oktober 2019.
  3. Landschaften in Deutschland - BfN. In: Interaktiver Kartendienst (Web-Mapping) zu den Landschaften in Deutschland. Bundesamt für Naturschutz (BfN), 21. November 2014, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  4. Digitale Geologische Karte von Bayern 1:25.000 (dGK25). In: BayernAtlas. Bayerisches Landesamt für Umwelt, Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  5. Übersichtsbodenkarte von Bayern 1:25.000 (ÜBK25). In: Boden - UmweltAtlas Bayern. Bayerisches Landesamt für Umwelt, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  6. Offenhausen: Offenhausen Geografie. DB-City, 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  7. Gewässerstrukturkartierung der Fließgewässer Bayerns 2017 (Vor-Ort-Verfahren). In: BayernAtlas. Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bayerische Vermessungsverwaltung, März 2019, abgerufen am 24. Dezember 2019.
  8. Biotopkartierung (Flachland). In: BayernAtlas. Bayerisches Landesamt für Umwelt, Bayerische Vermessungsverwaltung, abgerufen am 24. Dezember 2019.