Kuno zu Rantzau (Diplomat)

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Kuno Otto Heinrich Hermann Karl Graf zu Rantzau, auch Cuno (* 10. März 1843 in Wiesbaden; † 26. November 1917 in Dobersdorf) war ein deutscher Diplomat und Schwiegersohn Bismarcks.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kuno zu Rantzau stammte aus dem Haus Oppendorf des schleswig-holsteinischen Equites Originarii-Geschlechts Rantzau. Er war ein Sohn von Christian Wilhelm Heinrich zu Rantzau (1796–1848) auf Oppendorf und Enkel von Christian Detlev Karl zu Rantzau. Christian Karl zu Rantzau und Heinrich Adalbert zu Rantzau waren seine Brüder.

Kuno zu Rantzau schlug zunächst die Offizierslaufbahn ein, schied jedoch als Rittmeister aus dem aktiven Militärdienst aus und widmete sich der diplomatischen Laufbahn.

Marie von Bismarck mit ihren Brüdern Herbert und Wilhelm (um 1855)

Mit Gisbert von Bonin, Ernst von Werthern und Konrad Fiedler wurde er 1862 im Corps Guestphalia Heidelberg aktiv.[1] 1878 heiratete er Marie Gräfin von Bismarck-Schönhausen (1848–1926), die Tochter Otto von Bismarcks. Im selben Jahr wurde er Legationsrat im Auswärtigen Amt und enger Mitarbeiter seines Schwiegervaters. 1888 bis 1891 war er preußischer Gesandter in München, 1891 bis 1895 kaiserlich-deutscher Gesandter in Den Haag.

Er erhielt nach seiner Pensionierung 1895 den Charakter Wirklicher Geheimer Rat und lebte in Friedrichsruh und auf Gut Dobersdorf bei Kiel.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Corpslisten 1930, 69, 638