Kursbuch (Zeitschrift)

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Kursbuch
Das erste Kursbuch (1965)
Beschreibung Kulturzeitschrift
Sprache deutsch
Verlag Murmann Verlag (Deutschland)
Erstausgabe Juni 1965
Erscheinungsweise dreimonatlich
Chefredakteur Peter Felixberger
Herausgeber Armin Nassehi,
Peter Felixberger
Weblink kursbuch-online.de
ISSN (Print) 0023-5652

Kursbuch ist der Titel einer deutschen Kulturzeitschrift, die 1965 von Hans Magnus Enzensberger in Zusammenarbeit mit Karl Markus Michel gegründet wurde[1] und zunächst im Suhrkamp Verlag erschien. Sie wurde zu den wichtigsten Organen der 68er Außerparlamentarischen Oppositions- und Studentenbewegung (APO) gezählt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1970 erschien das Kursbuch im Verlag Klaus Wagenbach,[2] nach dessen Spaltung 1973 im Rotbuch Verlag Berlin,[3] ab 1990 im Rowohlt Verlag. Sein Charakter wurde über Jahrzehnte maßgeblich durch Karl Markus Michel geprägt, der im Jahre 2000 starb. Tilman Spengler und Ingrid Karsunke führten es weiter. Ina Hartwig wurde in die Redaktion neu aufgenommen. Von Sommer 2005 (Nummer 161) bis Juni 2008 (Nummer 169) wurde das Kursbuch von der Zeit (Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck) durch Michael Naumann und Tilman Spengler herausgegeben; die inhaltliche Ausrichtung und das Erscheinungsbild wurden dabei grundlegend verändert und auf ein Magazin-Format umgestellt. Das Kursbuch erschien alle drei Monate und enthielt jeweils Texte zu einem bestimmten Themenschwerpunkt.

Da zum Ende die Auflage deutlich unter 10.000 Exemplaren blieb, erklärte Tilman Spengler im Juni 2008 die Einstellung der Zeitschrift.[4]

Im August 2011 erwarb die Murmann Verlag GmbH (seit 2014 Murmann Publishers GmbH) in Hamburg alle Rechte am Kursbuch, das seit Februar 2012 – mit vier jährlichen Ausgaben – dort wieder erscheint. Herausgeber sind seitdem der Münchner Soziologe Armin Nassehi und der Programmgeschäftsführer des Murmann Verlags Peter Felixberger.[5] Seit 2016 erscheint die Reihe kursbuch.edition, in der Kursbuch-Autoren ihre Essays aus den Kursbüchern in Buchlänge weiterdenken und ausführen.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henning Marmulla: Enzensbergers Kursbuch. Eine Zeitschrift um 68. Matthes & Seitz, Berlin 2011, ISBN 978-3-88221-624-0.
  • Peter Felixberger, Armin Nassehi (Hrsg.) Kursbuch 182. Das Kursbuch. Wozu? 50 Jahre. Die Jubiläumsedition. Sven Murmann Verlagsgesellschaft, Hamburg 2015, ISBN 978-3-86774-424-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kursbuch 1, Juni 1965, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1965. Im Impressum steht: „Verantwortlich für den Inhalt: Hans Magnus Enzensberger. Redaktion: Karl Markus Michel.“
  2. Kursbuch Verlag/Wagenbach, ab 21 (September) 1970. Oral ausgemacht in: Der Spiegel 25/1970.
  3. Kursbuch/Rotbuch Verlag
  4. Spiegel Online: „Kursbuch“ wird eingestellt vom 11. Juni 2008
  5. Deutschlandfunk: Wiederbelebung der kulturpolitischen Zeitschrift "Kursbuch" vom 26. März 2012
  6. Peter Felixberger: Weg vom Panikjournalismus, buchmarkt.de vom 31. Juli 2016, abgerufen am 20. August 2017