Kurt Bock

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Kurt Bock, 2013

Kurt Bock (* 3. Juli 1958 in Rahden) ist ein deutscher Manager. Er ist seit 2016 Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie und war von 2011 bis 2018 Vorstandsvorsitzender der BASF.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bock studierte Betriebswirtschaftslehre in Münster und Köln sowie an der Pennsylvania State University (USA). Im Jahr 1985 promovierte er mit einer Arbeit zum Titel „Unternehmenserfolg und Organisation“ bei Horst Albach in Bonn.

Ebenfalls im Jahr 1985 trat er in die Abteilung Finanzen der BASF ein. 1992 wechselte er zu Bosch. Dort leitete er zunächst den Bereich Finanzen und Bilanzen. Später übernahm er die Geschäftsführung der brasilianischen Tochtergesellschaft. 1998 kehrte er zu BASF zurück und wurde zunächst Chief Financial Officer der US-Tochter. 2000 wurde er Leiter für den Bereich Logistik & Informatik in der BASF Konzernmutter. 2003 wurde er in den Vorstand der BASF AG berufen mit der Zuständigkeit für das Finanzressort. 2007 übernahm er zusätzlich die Verantwortung als Chairman und CEO der BASF Corporation, New Jersey, USA. Seit dem 6. Mai 2011 ist er Vorstandsvorsitzender der BASF.[1] Mit Ablauf der Hauptversammlung am 4. Mai 2018 schied Bock aus dem Vorstand aus;[2] es ist vorgesehen, dass er nach Ablauf der gesetzlichen zweijährigen Cooling-Off-Periode im Jahr 2020 in den BASF-Aufsichtsrat gewählt und dessen Vorsitz übernehmen wird.[3]

Im September 2012 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden des Verbandes der Europäischen chemischen Industrie gewählt.[4] 2013–2014 leitete er den Weltchemieverband International Council of Chemical Associations ICCA.[5][6]

Seit dem Herbst 2012 sitzt Kurt Bock im Vorstand sowie im Präsidium des Verbandes der Chemischen Industrie. Mit Wirkung ab 24. September 2016 wurde er zum Präsident gewählt. Die Amtszeit verläuft satzungsgemäß über zwei Jahre bis zur Mitgliederversammlung 2018.[7]

Bock ist verheiratet und hat einen Sohn und zwei Töchter.

Des Weiteren ist er Mitglied im Gemeinsamen Beirat der Allianz-Gesellschaften und Vizepräsident im Stifterverband, einer Gemeinschaftsinitiative von Unternehmen und Stiftungen, die in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation berät, vernetzt und fördert.[8]

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2013 setzte sich Bock BASF-intern dafür ein, im unternehmensinternen sprachlichen Umgang und Schriftverkehr auf die Anrede des Doktorgrades zu verzichten.[9]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Unternehmenserfolg und Organisation: Eine empirische Untersuchung. Dissertation an der Universität Bonn. Hochschulschrift ohne ISBN. DNB 890416672

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der BASF SE
  2. Vorstandswechsel bei BASF: Bock übergibt an Brudermüller. Pressemitteilung. BASF SE, 4. Mai 2018, abgerufen am 10. Mai 2018.
  3. BASF regelt Nachfolge. 21. Dezember 2017, abgerufen am 6. Mai 2018.
  4. Cefic: BASF-Chef Kurt Bock neuer Präsident des Verbandes. In: CHEMIE TECHNIK. 2. Oktober 2012 (chemietechnik.de [abgerufen am 9. August 2018]).
  5. International Council of Chemical Associations - BASF’s Kurt Bock to lead ICCA. Abgerufen am 9. August 2018.
  6. International Council of Chemical Associations - Welcome note from ICCA President Mark Rohr. Abgerufen am 9. August 2018.
  7. Kurt Bock ist neuer VCI-Präsident - Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI). In: www.vci.de. Abgerufen am 9. Oktober 2016.
  8. Vorstand. Abgerufen am 6. Februar 2018.
  9. BASF-Mitarbeiter sollen auf Gebrauch akademischer Titel verzichten. Handelsblatt.de, 30. März 2013, abgerufen am 31. März 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]