Laclo (Atsabe)

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Laclo
Zentrum vom Ort Atsabe (1968/70).
Der Suco Laclo liegt im Zentrum des Verwaltungsamts Atsabe.
Daten
Fläche 6,62 km²[1]
Einwohnerzahl 1.624 (2015)[1]
Chefe de Suco Ernesto Martins
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Aileso 521
Malitada 523
Sorate 348
Tapomea 232
Atsabe (Osttimor)
Atsabe
Atsabe
Koordinaten: 8° 56′ S, 125° 24′ O

Laclo (Laklo, Lado) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Atsabe (Gemeinde Ermera).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laclo
Orte Position[2] Höhe
Atsabe 8° 56′ S, 125° 24′ O 1507 m
Malitada 8° 56′ S, 125° 24′ O 1672 m
Wohnhaus in Laclo

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Laclo eine Fläche von 2,35 km².[3] Nun sind es 6,62 km².[1] Der Suco liegt im Zentrum des Verwaltungsamts Atsabe. Nördlich liegt der Suco Baboi Craic, östlich der Suco Parami, südlich und westlich der Suco Malabe.[4]

Im Zentrum des Sucos liegt Atsabe, der Hauptort des Verwaltungsamts. Hier befindet sich die Grundschule Escola Primaria Atsabe Villa, außerdem eine Präsekundärschule, ein Hubschrauberlandeplatz, eine Polizeistation und ein kommunales Gesundheitszentrum. Im Süden liegt das Dorf Malitada.[5][6]

Im Suco befinden sich die vier Aldeias Aileso, Malitada, Sorate und Tapomea.[7]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Suco leben 1.624 Einwohner (2015), davon sind 796 Männer und 828 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 245,4 Einwohner/km². Im Suco gibt es 282 Haushalte.[1] Über 84 % der Einwohner geben Kemak als ihre Muttersprache an. Über 9 % sprechen Tetum Prasa, Minderheiten Mambai oder Bunak.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atsabe war bereits vor der Kolonialzeit eines der Zentren Timors. Herrscher war der Koronel bote (Tetum: Liurai) der Atsabe-Kemak. Atsabe dominierte die gesamten von Kemak bewohnten Gebiete in Osttimor. Das betraf neben der Region von Atsabe Gebiete im Norden des heutigen Bobonaro, im nördlichen Ainaro und im Gebiet von Suai.[9] Laclo und Leimea werden in mündlichen Überlieferungen als Ursprung der Kemak bezeichnet, allerdings wurde das kulturelle und politische Zentrum später Tiarlelo, da dort der Koronel bote lebte. Die Koronel bote dieser Familie werden aber in einigen mündlichen Überlieferungen als Usurpatoren bezeichnet, welche die Herrschaft von Laclo und Leimea übernahmen.[9]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Francisco Fernandes zum Chefe de Suco gewählt.[10] Bei den Wahlen 2009 gewann Ernesto Martins.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Laclo (Atsabe) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  4. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  6. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 584 kB)
  7. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  8. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Laclo (tetum; PDF; 8,5 MB)
  9. a b Andrea K. Molnar: Died in the service of Portugal
  10. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

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