Lady

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John William Waterhouse, The Lady of Shalott, 1888, Tate Britain, London

Lady (engl. [ˈlɛɪ̯di] Dame, von altengl. hlæfdige eigentlich „Brotkneterin, Brotmacherin“) bezeichnet ursprünglich eine adelige oder vornehme Frau. Lady ist im Vereinigten Königreich die Anrede für die Ehefrau eines Lords, eines Knights (Ritter) oder Baronets, in bestimmten Fällen auch für die Töchter eines Peers (siehe Höflichkeitstitel) oder für eine Peeress eigenen Rechts. Früher war es der Titel der englischen Königin und der Prinzessinnen.[1] Die männliche Variante ist Lord oder Sir.

Später wurde die Bezeichnung ähnlich wie Gentleman insbesondere im Plural für alle Stände gebräuchlich [2] (etwa in der Anrede „[Dear] Ladies and Gentlemen“ oder in Form von Geschlechterbezeichnungen etwa auf Toilettentüren). Auch die Singularbezeichnung gilt mittlerweile in der englischen Sprache für eine höfliche – bisweilen auch altmodische Anrede – für eine Frau allgemein.[3]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Englischen wird Lady (engl. lady, mengl. lavedi, aengl. hlǣfdīge ‚Haus-, Schlossherrin, Königin’, eigentlich ‚Brotkneterin’, später ‚Herrin, deren Brot einer isst’) als Titel oder Anrede einer adeligen Frau, aber auch für Frau oder Dame im Allgemeinen verwendet. Es handelt sich dabei um eine Zusammensetzung von aengl. hlāf ‚Brot’ (vgl. Laib) mit einem wohl aus dem germanischen *deigjōn ‚Teigkneterin’ hervorgegangenen Grundwort, das wie aengl. dǣge ‚Kneterin des (Brot)teigs, Bäckerin’ zu germanisch *digan ‚kneten’ (vgl. Teig) gebildet ist. Im Deutschen wurde der Begriff Lady im 18. Jahrhundert eingeführt, im 19. Jahrhundert auch in Form von Attributen wie ladylike (‚nach Art einer Lady‘). Im 20. Jahrhundert etablierte sich im Deutschen aus dem Amerikanisch Englischen auch die Bezeichnung First Lady.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 5. ; Lady in zeno.org, abgerufen am 27. April 2018
  2. Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1855, Band 3, S. 686. Lady in zeno.org, abgerufen am 27. April 2018
  3. Cambridge University Press: lady in Cambridge Dictionary, abgerufen am 7. Mai 2018
  4. Etymologisches Wörterbuch von Wolfgang Pfeifer: Lady in DWDS, abgerufen am 27. April 2018