Lamia (Griechenland)

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Gemeinde Lamia
Δήμος Λαμιέων
Lamia (Griechenland) (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Mittelgriechenland
Regionalbezirk: Fthiotida
Geographische Koordinaten: 38° 54′ N, 22° 26′ OKoordinaten: 38° 54′ N, 22° 26′ O
Fläche: 942,86 km²
Einwohner: 75.315 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 79,9 Ew./km²
Postleitzahl: 35100
Vorwahl: (+30) 22310
Gemeindelogo:
Gemeindelogo von Gemeinde Lamia
Sitz: Lamia
LAU-1-Code-Nr.: f11
Gemeindebezirke: 5 Gemeindebezirke
Lokale Selbstverwaltung: f122 Stadtbezirke
45 Ortsgemeinschaften
Website: www.lamia.gr
Lage in der Region Mittelgriechenland
Datei:2011 Dimos Lamieon.png
f9f8

Lamia (griechisch Λαμία (f. sg.)) ist die Hauptstadt der Region Mittelgriechenland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt hat heute rund 75.000 Einwohner.

Etwa 9 km südlich der Stadt befinden sich die heißen Quellen und das Schlachtfeld der Thermopylen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lamia und Burg um 1917 auf einer Postkarte
Blick von der Burg auf die Stadt

Die Herkunft des Namens der Stadt Lamia ist bis heute nicht gesichert. Einige Quellen behaupten, die Stadt sei nach der mythischen Figur der Lamia, der Tochter des Poseidon und Königin der Trachineer, benannt. Andere Anhaltspunkte wiederum besagen, der Name sei von den Maliern, den Einwohnern der Umgebung der Stadt, abgeleitet.

Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lamia wurde eine große Burg aus der vorklassischen Zeit archäologisch ausgegraben, die im frühen Mittelalter noch einmal aufgebaut wurde. Die älteste erhaltene Erwähnung der Stadt stammt aus der Zeit nach einem Erdbeben im Jahre 424 v. Chr.. Damals war Lamia ein wichtiger Militärstützpunkt der Spartaner. Später eroberte Alexander der Große, König der Makedonen, die Stadt. Sein Nachfolger Antipatros suchte bei einem Aufstand der Athener nach Alexanders Tod Zuflucht in der Stadt, worauf der einjährige Lamische Krieg folgte, der von 323 v. Chr. bis 322 v. Chr. dauerte und erst beendet war, als der Befehlshaber der athenischen Truppen, Leosthenes, gefallen und ein 20.000 Mann starkes makedonisches Entsatzheer angerückt war.

Im 3. Jahrhundert v. Chr. begann die Blütezeit der Stadt unter ätolischer Herrschaft, welche um 190 v. Chr. endete, als der römische Konsul Acilius Glabrio hierher kam, um zu verhindern, dass die einheimische Bevölkerung Antiochos III. bei einem Krieg gegen das Römische Reich beistehen würde.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter wurde die Stadt, die damals Zetounion hieß, zum Sitz eines orthodoxen Bischofs. Unter der Herrschaft der Franken trug sie den Namen Girton, während der Katalanenherrschaft El Cito. Die Türken nannten sie Iztin.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrer heutigen Gestalt wurde die Stadt durch Eingemeindung der Nachbargemeinden Gorgopotamos, Lianokladi, Pavliani und Ypati zum 1. Januar 2011 geschaffen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute ist Lamia das Handelszentrum eines vorwiegend landwirtschaftlich geprägten Umlandes, wobei die Nahrungsmittelindustrie die Haupteinnahmequelle der Stadt ist. Außer dem Industriepark gibt es noch eine bedeutende Landwirtschaftsmesse in der Stadt. Touristisch ist die Stadt von untergeordneter Bedeutung.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lamia ist ein wichtiger Verkehrsknoten an der Straßenverbindung ThessalonikiAthen mit Verbindungen nach Volos im Osten und Karpenisi im Westen.

Die Bahnstrecke Piräus–Thessaloniki umfährt die Stadt westlich. Hier liegt der Bahnhof Lianokladi. Drei weitere, ehemalige Bahnhöfe auf dem Gebiet der Stadt, Gorgopotamus, Lygaria und Stirfaka, werden heute nicht mehr betrieben. Von der Hauptstrecke aus führt eine Stichstrecke ins Stadtzentrum.

Der nächste Hafen befindet sich in der etwa 15 Kilometer östlich am Malischen Golf gelegenen Stadt Stylis.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zentrum der Stadt gibt es ein kleines volkskundliches Museum und in der Burg ist ein archäologisches Museum untergebracht, das eine große Sammlung von Fundstücken aus vorklassischer Zeit beherbergt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aris Velouchiotis, Führungspersönlichkeit des kommunistischen Flügels der griechischen Partisanenbewegung im Zweiten Weltkrieg
  • Athanasios Diakos, griechischer Freiheitskämpfer und Nationalheld während der griechischen Revolution
  • Niki Tzavela (* 1947), griechische Politikerin

Klimadiagramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 11,6 12,6 15,3 20,0 25,4 30,8 32,3 31,6 28,5 22,4 16,7 12,9 Ø 21,7
Min. Temperatur (°C) 3,5 3,9 5,9 9,3 13,8 18,0 19,7 19,1 16,2 12,0 7,9 4,7 Ø 11,2
Niederschlag (mm) 64,4 65,2 60,9 46,0 34,1 22,4 18,8 27,0 17,4 71,4 72,9 73,3 Σ 573,8
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
11,6
3,5
12,6
3,9
15,3
5,9
20,0
9,3
25,4
13,8
30,8
18,0
32,3
19,7
31,6
19,1
28,5
16,2
22,4
12,0
16,7
7,9
12,9
4,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
64,4
65,2
60,9
46,0
34,1
22,4
18,8
27,0
17,4
71,4
72,9
73,3
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Klimadaten Lamia auf hnms.gr.

Panoramaansicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Memento vom 27. Juni 2015 im Internet Archive) (Excel-Dokument, 2,6 MB)