Katalanen

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Die Katalanen (von lateinisch Catalanus, der Katalane, von Catalonia[1]) sind ein Volk in den Països Catalans. Es spricht die katalanische Sprache.

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Katalanische Sprache

Die Katalanische Sprache ist eine der romanischen Sprachen. Spanische und französische Katalanen haben eine gemeinsame Sprache, die dem Kastilischen und dem Provenzalischen nahesteht.

Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katalanen leben heute in der spanischen Region Katalonien, der spanischen Provinz Valencia, auf den Balearen, im französischen Roussillon, in Andorra und in Alghero auf Sardinien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruierte Sprachräume um 200 v. Chr.

Auf der Iberischen Halbinsel lebten vor der Zeitrechnung im südöstlichen Raum die Iberer. Die im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. aus Gallien eingewanderten Kelten verschmolzen mit den einheimischen Iberern. Es wurde Keltiberisch gesprochen.

Im Gebiet der heutigen Provinz Barcelona (Barcino/Barcelona) ließen sich vor Christi Geburt die Laietaner nieder. Im Gebiet der heutigen Provinz Tarragona lebten die Indigeten. Das mächtigste iberische Volk waren die Ilergeten, die zwischen den Tälern des Cinca und des Segre lebten. Im Raum vom Département Pyrénées-Orientales bis Valencia lebten zudem u.a. die Sordones, Ausetani, Lacetani, Cessetani (oder Cassetani) und Hercavanes (Siehe: Liste antiker Ethnien der Iberischen Halbinsel)

Um 409 drangen Alanen, Sueben und Wandalen in das Land ein konnten sich aber nur kurzfristig festsetzen. 415 zogen die Westgoten als Foederaten des römischen Imperiums aus Aquitanien in die Tarraconensis ein und wurden hier 476 eigenständig. Bis zum 7. Jahrhundert fand eine gemeinsame Identität der Bevölkerung statt. Eine Theorie besagt, dass sich der Name Catalunya von dem Namen Gothia (oder Gauthia) Launia (Land der Goten) abstammt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Montserrat Guibernau: Catalan nationalism: Francoism, transition and democracy. Routledge, London/New York 2004, ISBN 0-415-32240-5.
  • Stanley Payne: Catalan and Basque Nationalism. In: Journal of Contemporary History. Bd. 6, Nr. 1, 1971, S. 15–51 (Online-Version, Zugang erforderlich).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johann Jakob Egli: Nomina geographica. Sprach- und Sacherklärung von 42000 geographischen Namen aller Erdräume. 2. Auflage. Friedrich Brandstetter, Leipzig 1893, S. 176 (Cataluña).