Landeszentralbank

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Die neun Landeszentralbanken von 1992 bis 2002

Die Landeszentralbanken (LZB) waren bis 2002 Hauptverwaltungen der Deutschen Bundesbank. Die Mehrzahl der Landeszentralbanken wurde 1948 gegründet. Sie fungierten als rechtlich selbstständige Notenbanken auf ihrem Hoheitsgebiet und bildeten zusammen mit der Bank deutscher Länder ein föderales zweistufiges Zentralbanksystem, das in diesem Punkt nach dem Vorbild des US-amerikanischen Federal Reserve aufgebaut war. Mit Gründung der Deutschen Bundesbank 1957 wurden die LZBen mit der Bank deutscher Länder verschmolzen und wurden zu Hauptverwaltungen der Deutschen Bundesbank.[1] Sie firmierten bis 2002 unter den Namen „Landeszentralbank in [...] – Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank“, besaßen jedoch keine eigene Rechtsfähigkeit mehr.

Seit dem 1. November 1992 war der Verwaltungsbereich der einzelnen Landeszentralbanken nicht mehr mit den jeweiligen Ländern identisch. So gab es nur noch neun Landeszentralbanken für 16 Länder. Zusammengelegt wurden die Landeszentralbanken: Rheinland-Pfalz und Saarland; Bremen mit Niedersachsen und Sachsen-Anhalt; Hamburg mit Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern; Berlin mit Brandenburg. Die Landeszentralbank in Sachsen und Thüringen wurde aus der Vorläufigen Verwaltungsstelle der Bundesbank in Berlin neu gegründet.

Durch die Strukturreform der Bundesbank zum 1. Mai 2002 fiel der Name Landeszentralbank weg – die Hauptverwaltungen sind jetzt unselbständige Verwaltungsuntergliederungen der Deutschen Bundesbank.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschäftsbericht der Deutschen Bundesbank für das Jahr 1957, S. 4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]