Landmeister von Preußen

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Landmeister von Preußen war ein von 1230 bis 1309 bestehendes Amt im Deutschen Orden. Der Landmeister verwaltete die Kommenden des Deutschen Ordens im Prussenland.

Das Amt wurde gleichzeitig mit dem Beginn der Eroberung und gewaltsamen Missionierung der Prussen im Sommer 1230 geschaffen. Der erste Landmeister, Hermann von Balk, erhielt das Kulmer Land vom Herzog Konrad von Masowien als Keimzelle des Deutschordensstaats in Preußen und begann entlang der Weichsel nach Norden vorzustoßen.[1] Seine Nachfolger vollendeten unter erheblichen Rückschlägen die Eroberung des Landes und errichteten zum Schutz der Gemarkungen und der Niederhaltung aufbegehrender Prussen „Feste Häuser“, die Vorläufer der späteren backsteinernen Ordensburgen. Der letzte in Elbing residierende Landmeister von Preußen war Heinrich von Plötzke. Im Jahre 1309 wurde nach Plötzkes Tod das Amt mit demjenigen des nunmehr in der Marienburg residierenden Hochmeisters Siegfried von Feuchtwangen vereinigt.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theodor Hirsch, Max Toeppen, Ernst Strehlke: Scriptores rerum Prussicarum. Die Geschichtsquellen der preußischen Vorzeit bis zum Untergang der Ordensherrschaft; Bände 1–5, Leipzig 1861–1874.
  • Reihe Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens; bisher 56 Bände, Verlag Elwert N.G.
  • Hartmut Boockmann: Der Deutsche Orden 12 Kapitel aus seiner Geschichte; Beck, München 1999, ISBN 3-406-38174-X
  • Deutscher Orden, Hrsg.: Das Ordensbuch: Die Regeln und Statuten des Ordens der Brüder und Schwestern vom Deutschen Haus Sankt Mariens in Jerusalem ; 2. Aufl., Verlag des Deutschen Ordens, Wien 2001, ISBN 88-7073-211-8313-0
  • Erich Maschke: Der Deutsche Ordensstaat – Gestalten seiner großen Meister; Hamburg-Wandsbek 1935/1942, Hanseatische Verlagsanstalt AG
  • Jürgen Sarnowsky: Der Deutsche Orden; Beck, München 2007. ISBN 978-3-406-53628-1
  • Hermann Schreiber: Preußen und Baltikum unter den Kreuzrittern. Die Geschichte des Deutschen Ordens; Casimir Katz Verlag, Gernsbach 2003, ISBN 3-925825-83-5
  • Wolfgang Sonthofen: Der Deutsche Orden; Weltbild, Augsburg 1995, ISBN 3-89350-713-2
  • Uwe Ziegler: Kreuz und Schwert. Die Geschichte des Deutschen Ordens; Böhlau, Köln 2003, ISBN 3-412-13402-3
  • Dieter Zimmerling: Der Deutsche Ritterorden; Düsseldorf, Wien, New York 1988 (ECON), ISBN 3-430-19959-X

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieter Zimmerling: Der Deutsche Ritterorden; S. 111
  2. Wolfgang Sonthofen: Der Deutsche Orden; S. 83