Langenstraße-Heddinghausen

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Langenstraße-Heddinghausen
Stadt Rüthen
Wappen von Langenstraße-Heddinghausen
Koordinaten: 51° 33′ 37″ N, 8° 27′ 48″ O
Höhe: 230–340 m ü. NN
Fläche: 7,43 km²
Einwohner: 446 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 59602
Vorwahl: 02954

Langenstraße-Heddinghausen ist ein Stadtteil von Rüthen im Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen. Am 31. Dezember 2014 hatte die Ortschaft 446 Einwohner.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langenstraße-Heddinghausen liegt östlich von Oestereiden. Der Ort hat eine Fläche von 7,43 km².

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter gehörten Langenstraße und Heddinghausen zum kurkölnischen Herzogtum Westfalen. 1802 kamen die Orte an das Herzogtum Westfalen. 1815 zum Königreich Preußen und 1816 zum Landkreis Lippstadt. 1829 kam die Gemeinde Langenstraße an die Bürgermeisterei Rüthen und 1837 an das Amt Altenrüthen.

Etwa um 1890 wurde die Gemeinde Langenstraße-Heddinghausen aus den bisherigen Gemeinden Heddinghausen und Langenstraße neu gebildet.[2] Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Langenstraße-Heddinghausen aufgelöst und in die Stadt Rüthen eingegliedert.[3]

Ein Ortsbildprägendes Gebäude ist die St. Johannes Baptist Kirche.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1861: 375 Einwohner
  • 1939: 379 Einwohner
  • 1950: 538 Einwohner
  • 1961: 411 Einwohner
  • 1970: 393 Einwohner
  • 1974: 410 Einwohner
  • 1975: 407 Einwohner
  • 2011: 460 Einwohner
  • 2013: 441 Einwohner
  • 2014: 446 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Antonius Wilmesmeier (CDU).

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brieftaubenverein „Haarbote“
  • Heimatverein Langenstraße-Heddinghausen
  • Kameradschaft ehemaliger Soldaten Langenstraße-Heddinghausen
  • Landwirtschaftlicher Ortsverein
  • Spielmannszug Langenstraße Heddinghausen
  • Theatergruppe Langenstraße-Heddinghausen
  • Schützenverein Langenstraße-Heddinghausen-Eickhoff
  • Förderverein Langenstraße-Heddinghausen
  • KFD Frauengemeinschaft Langenstraße-Heddinghausen
  • Tennisverein Langenstraße-Heddinghausen

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langenstraße besaß einen städtischen Kindergarten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Buslinie der Westfalenbus GmbH, die Linie 673 von Rüthen über Meiste nach Oestereiden, verläuft durch Langenstraße-Heddinghausen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ursula Happen, vermutlich vor 1652 als Hexe hingerichtet. Ihr Name findet sich in den Prozessakten der Witwe Engela Borris des Gogerichts Rüthen 1652. Eventuell besteht verwandtschaftliche Beziehung zu dem Mann Freunnd Happen aus Meiste bei Rüthen, der 1660 wegen des Verdachtes der Zauberei angeklagt wurde. An das Schicksal von Ursula Happen erinnert die Skulpturengruppe Frauen an Schandpfählen (1996) von dem Sendenhorster Bildhauer Bernhard Kleinhans, einem Nachfahren.
  • Henrich Rike genannt Twerg, von Oestereiden gebürtig, am 20. September 1652 wegen des „abscheulichen Zauberlasters“ als Hexer hingerichtet.

Am 31. März 2011 beschloss die Stadtvertretung Rüthen eine sozialethische Rehabilitation der im Bereich der heutigen Stadt Rüthen während des 16. und 17. Jahrhunderts im Rahmen der Hexenverfolgungen unschuldig verurteilten und hingerichteten Personen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geschichte der Stadt Rüthen. Im Auftrag der Stadt Rüthen herausgegeben von Wolfgang Bockhorst und Wolfgang Maron. Paderborn 2000.
  • Harald Gollan: Hexenprozess im Gogericht Rüthen aus dem Jahr 1652, in Heimatblätter des Patriot, 13. Juni 2000, S. 97ff

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt & Tourismus > Ortsteile, abgerufen am 17. Mai 2016
  2. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 256.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 335.