Lechwerke

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Lechwerke AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0006458003
Gründung 1903[1]
Sitz Augsburg, Bayern
Leitung
Mitarbeiterzahl

1.779 [2]

Umsatz 2,3 Mrd.
Branche Energieversorgung
Website www.lew.de
Stand: 31. Dezember 2017

Gebäude der LEW am Königsplatz (Augsburg)
Aktie über 1000 RM der Lech-Elektrizitätswerke AG vom Dezember 1929

Die Lechwerke AG (auch LEW Lechwerke) ist ein regionales Energieversorgungsunternehmen, das sich im mehrheitlichen Besitz der RWE-Tochtergesellschaft Innogy SE befindet.

Das Netzgebiet umfasst den größten Teil des bayerischen Regierungsbezirkes Schwaben und wird im Westen von der Iller, im Norden von der Donau, im Osten vom Lech und im Süden vom Landkreis Oberallgäu annähernd begrenzt, wobei einige Stadtwerke ausgenommen sind. Damit wird eine Fläche von 6.895 km² mit rund 972.000 Einwohnern abgedeckt.[3]

Im Geschäftsjahr 2017 beschäftigte das Unternehmen zum 31. Dezember insgesamt 1.779 (2015: 1.920) Vollzeitkräfte (inkl. Auszubildende) und erzielte einen Umsatz in Höhe von 2,337 (2015: 1,371) Milliarden Euro.[4][2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurzeln der Lechwerke reichen bis in das Jahr 1898 zurück, in dem von der Frankfurter Firma Lahmeyer und Co. mit dem Bau des Wasserkraftwerks Gersthofen und dem Lechkanal begonnen wurde. Weitere Kraftwerke an der Wertach folgten. 1903 wird von Lahmeyer die „Lech-Elektrizitätswerke Aktien-Gesellschaft“ in Augsburg gegründet. Im Jahr 1923 übernimmt die ebenfalls von Lahmeyer & Co gegründete heutige Muttergesellschaft RWE die Firma Lahmeyer und damit auch die LEW[5]. 1932 erfolgt mit der Inbetriebnahme der 110-kV-Leitung Meitingen–Hoheneck (bei Stuttgart) der Anschluss an das Verbundgebiet der Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG (RWE).[1]

In den Jahren 1976/1977 wird 90 Prozent des Grundkapitals der Aktiengesellschaft Bayerische Elektrizitätswerke (BEW) übernommen, die danach in die Lech-Elektrizitätswerke AG umgewandelt werden.[6] Schließlich erfolgt 2002 die Umfirmierung in die Lechwerke AG. Drei Jahre später wird diese Aktiengesellschaft in eine Holding umgewandelt und vier Tochtergesellschaften für Erzeugung, Netzbetrieb, Netzsteuerung und Verwaltung gegründet.[7]

Das Unternehmen war bis zum Dezember 2014 im Prime Standard notiert, verzichtete danach jedoch auf die Zulassung.[8]

Konzernstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Dachgesellschaft ist die Lechwerke AG an folgenden Unternehmen maßgeblich beteiligt (soweit nicht erwähnt mit 100 Prozent Anteil):

  • Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW), Betrieb von Wasserkraftwerken und Beteiligung an verschiedenen Seilbahngesellschaften
  • LEW Beteiligungsgesellschaft mbH (LB), Beteiligung an zwei regionalen Elektrizitätswerken
  • LEW Netzservice GmbH (LNS), operative Netzbetriebsführung, d. h. Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung des Stromnetzes im Auftrag von LEW Verteilnetz
  • LEW Verteilnetz GmbH (LVN), Netzzugang, Netzbetreiber im Verbundgebiet
  • LEW Anlagenverwaltung GmbH (LAV)
  • LEW Service & Consulting GmbH (LSC)
  • Bayerische-Schwäbische-Wasserkraftwerke Beteiligungsgesellschaft mbH (BSW, 62,2 Prozent)
  • LEW TelNet GmbH, Telekommunikationsanbieter für die Region Bayrisch-Schwaben
  • Überlandwerk Krumbach GmbH (ÜWK), regionaler Energieversorger (74,6 %)
  • Elektrizitätswerke Landsberg (EWL)
  • Wärmeversorgung Schwaben (WVS)
  • Wendelsteinbahn GmbH (WB)

Anteilseigner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachfolgend wird der Anteil des Aktienbesitzes an der Lechwerke AG in Prozent angegeben:[9]

  • Innogy: 89,87
  • Öffentliche Hand: 6,74 (Bezirk Schwaben: 6,41)
  • Streubesitz: 3,39

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Jahresende 2017 ergaben sich folgenden Kennziffern:[2]

  • Umsatzerlöse: 2,337 Milliarden Euro
  • Ergebnis nach Steuern: 123 Millionen Euro
  • Stromverkauf: 17.503 Millionen kWh
  • Gasabsatz: 2.079 Millionen kWh
  • Versorgte Fläche: 6.888 km²[10]
  • Einwohner im Netzgebiet: 990.623
  • Stromkreislänge Hochspannung: 1.818 km

Anzahl der EEG-Einspeiser und Leistung ihrer Anlagen:[3]

  • Photovoltaik: 66.646 und 1.544 MW
  • Biomasse: 550 mit 188 MW
  • Wasserkraft: 392 mit 71 MW
  • Windkraft: 76 mit 83 MW

Kraftwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illerkraftwerk Maria Steinbach

Die LEW beziehen aus 35 Laufwasserkraftwerken jährlich über 800 Millionen kWh Strom, wovon 18 eigene Kraftwerke sind und 17 zu verbundenen Unternehmen gehören. Diese liegen an folgenden Flüssen:[11]

Darüber hinaus betreibt LEW eine Gasturbine mit Prozessdampfauskopplung (Kraft-Wärme-Kopplungsanlage).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lechwerke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Vgl. Lechwerke AG, Firmengeschichte von 1898 bis 1957 (Memento vom 13. Juli 2014 im Internet Archive)
  2. a b c Geschäftsbericht 2017. Lechwerke AG, 21. Februar 2018, abgerufen am 18. April 2018 (pdf).
  3. a b LEW-Gruppe, Zahlen Daten Fakten. Juni 2015, abgerufen am 21. Oktober 2016 (pdf).
  4. Geschäftsbericht 2015. Lechwerke AG, 9. März 2016, abgerufen am 21. Oktober 2016 (pdf).
  5. https://www.lew.de/media/8316/unternehmenspraesentation_englisch_stand_06_12_2016.pdf
  6. Vgl. Lechwerke AG, Firmengeschichte von 1958 bis 1989 (Memento vom 13. Juli 2014 im Internet Archive)
  7. Vgl. Lechwerke AG, Firmengeschichte von 1990 bis 2008 (Memento vom 13. Juli 2014 im Internet Archive)
  8. Lechwerke AG: Widerruf der Zulassung der Aktien im regulierten Markt. Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität, 10. Dezember 2014, abgerufen am 2. April 2015.
  9. Aktionärsstruktur. 2016, abgerufen am 21. Oktober 2016.
  10. Netzdaten Verteilnetz zum 31.12.2016. LEW Verteilnetz GmbH, 31. März 2017, abgerufen am 18. April 2018 (pdf).
  11. Vgl. Lechwerke AG, Unternehmenspräsentation (Memento vom 9. Juli 2014 im Internet Archive)

Koordinaten: 48° 21′ 55,9″ N, 10° 53′ 34,5″ O