Leichtathletik-Europameisterschaften 1958/Weitsprung der Frauen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
6. Leichtathletik-Europameisterschaften
Athletics pictogram.svg
Disziplin Weitsprung der Frauen
Stadt SchwedenSchweden Stockholm
Stadion Olympiastadion
Teilnehmerinnen 16 Athletinnen aus 8 Ländern
Wettkampfphase 21. August (Qualifikation)
22. August (Finale)
Medaillengewinnerinnen
Gold Gold Liesel Jakobi (DeutschlandDeutschland GER)
Silbermedaillen Silber Walentina Litujewa (Sowjetunion 1955Sowjetunion URS)
Bronzemedaillen Bronze Nina Protschenko (Sowjetunion 1955Sowjetunion URS)
Offizielle Postkarte des Stockholmer Olympiastadions aus dem Jahr 1912

Der Weitsprung der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1958 wurde am 21. und 22. August 1958 im Stockholmer Olympiastadion ausgetragen.

Mit Silber und Bronze gab es in diesem Wettbewerb zwei Medaillen für die Sowjetunion. Europameisterin wurde die bundesdeutsche Weitspringerin Liesel Jakobi. Sie gewann vor Walentina Litujewa. Bronze ging an Nina Protschenko.

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bestehende Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltrekord[1] 6,35 m Polen 1944Polen Elżbieta Krzesińska Budapest, Ungarn
OS Melbourne, Australien
20. August 1956
27. November 1956
Europarekord[1]
Meisterschaftsrekord 6,04 m Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jean Desforges EM Bern, Schweiz 26. August 1954

Rekordverbesserungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der bestehende EM-Rekord wurde zweimal verbessert:

  • 6,13 – Frankreich 1946Vierte Französische Republik Marthe Djian, Qualifikation am 21. August
  • 6,14 – DeutschlandDeutschland Liesel Jakobi, Finale am 22. August

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

21. August 1958, 9.45 Uhr

Die sechzehn Teilnehmerinnen traten zu einer gemeinsamen Qualifikationsrunde an. Die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug betrug 5,60 m. Vierzehn Athletinnen übertrafen diese Marke (hellblau unterlegt) und traten am darauffolgenden Tag zum Finale an.
Wie auch in anderen Wettbewerben stellt sich angesichts der nur wenigen ausgeschiedenen Sportlerinnen – hier waren es zwei – die Frage, wieso überhaupt Qualifikationen angesetzt waren.

Platz Name Nation Weite (m)
1 Marthe Djian Frankreich 1946Vierte Französische Republik Frankreich 6,13 CR/NR
2 Maria Ciastowska Polen 1944Polen Polen 5,96
3 Erika Fisch DeutschlandDeutschland Deutschland 5,95 PB
4 Liesel Jakobi DeutschlandDeutschland Deutschland 5,93
5 Helga Hoffmann DeutschlandDeutschland Deutschland 5,82 SB
6 Zlata Rozkošná TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei 5,83 PB
7 Nina Protschenko Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion 5,78
8 Aida Tschuiko Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion 5,72
9 Teresa Wieczorek Polen 1944Polen Polen 5,69 PB
10 Maria Chojnacka Polen 1944Polen Polen 5,68
11 Sheila Hoskin Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 5,68
12 Jean Whitehead Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 5,67
13 Inga Broberg SchwedenSchweden Schweden 5,62
14 Walentina Litujewa Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion 5,61
15 Annie Segouffin Frankreich 1946Vierte Französische Republik Frankreich 5,51 PB
16 Reinelde Knapp OsterreichÖsterreich Österreich 5,35 PB

Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz sechs für Maria Chojnacka, spätere Maria Piątkowska – im Fünfkampf auf Rang neun

22. August 1958, 16.30 Uhr

Platz Name Nation Weite (m)
1 Liesel Jakobi DeutschlandDeutschland Deutschland 6,14 CR
2 Walentina Litujewa Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion 6,00 PB
3 Nina Protschenko Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion 5,99 PB
4 Aida Tschuiko Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion 5,99 PB
5 Maria Ciastowska Polen 1944Polen Polen 5,97 PB
6 Maria Chojnacka Polen 1944Polen Polen 5,97 PB
7 Helga Hoffmann DeutschlandDeutschland Deutschland 5,85
8 Inga Broberg SchwedenSchweden Schweden 5,85 PB
9 Jean Whitehead Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 5,84 PB
10 Marthe Djian Frankreich 1946Vierte Französische Republik Frankreich 5,83
11 Zlata Rozkošná TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei 5,78
12 Erika Fisch DeutschlandDeutschland Deutschland 5,72
13 Teresa Wieczorek Polen 1944Polen Polen 5,63
14 Sheila Hoskin Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 5,56

Die Europameisterin Liesel Jakobi hatte im Finale folgende Serie: 5,99 m – x – 5,63 m – 5,85 m – x – 6,14 m.
Sie gewann den EM-Titel also erst mit ihrem letzten Sprung.
Die Französin Marthe Djian, die in der Qualifikation mit 6,13 m noch einen neuen Landesrekord aufgestellt hatte, blieb im Finale mit 5,83 m deutlich unter dieser Weite und beendete den Wettkampf als Zehnte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b IAAF Weltrekorde. Weitsprung Frauen, abgerufen am 20. April 2019